VV Suderwich bittet zum Protest-Schnatgang

Recklinghausen - Die Experten konnten die Bedenken nicht zerstreuen: Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VV) Suderwich-Essel lehnt den Bau eines unterirdischen Kanals nebst vier Abluftkaminen in der Brandheide weiter ab.

Ihren Protest formulieren die Mitglieder am Sonntag, 23. September, beim Schnatgang.
Den führt der VV Suderwich alle Jahre wieder gemeinsam mit dem VV Ost durch. Aus aktuellem Anlass wurde die Route geändert. Treffen ist um 10 Uhr an der Anne-Frank-Schule, Henrichenburger Straße 186. Von dort aus geht es rund 4,5 Kilometer durch die Brandheide. Dann will Vorsitzender Horst Huckels zeigen, welche Schäden er durch die Emscher-Renaturierung für das Naherholungsgebiet erwartet. Die Behörden sehen das freilich anders. Wie, wurde jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erläutert. Die vom VV geforderte Verlegung der Kanaltrasse lehnen die Fachleute ab. Die Brandheide würde auf Dauer sogar vom ökologischen Gewässerumbau profitieren. Weder Gestank noch eine Gefahr durch Keime sei durch die Abluftkamine zu befürchten, weshalb auch die vom VV angeregte Biofilteranlage keinen Sinn mache. Einzig beim befürchteten Baustellenverkehr gingen die Verantwortlichen auf die Kritik ein. Der soll während des Umbaus durch gezielte Absprachen minimiert werden.

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