Investition in die Zukunft junger Leute
Ein kleines, aber feines Unterprojekt, das noch zusätzlich für Süd eingeworben werden konnte, ist hingegen in diesem Sommer ausgelaufen: Immerhin 230 000 Euro wurden vom Familienministerium und dem Sozialfonds der EU als „lokales Kapital für soziale Zwecke“ in die Südstadt überwiesen. Jetzt war es Zeit, stolze Bilanz des Projektes zu ziehen. Seit 2004 konnten mit den Fördermitteln rund 40 Projekte und Initiativen auf den Weg gebracht werden.
Das Programm investierte in erster Linie in Bildung und Sozialkompetenzen junger Leute, um ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.
Der Jobkompass, das Anti-Konflikt-Training, ein Mädchen-Tanzprojekt, Endspurt Schulabschluss, Qualifizierung junger Migranten, Abenteuer Beruf waren nur einige der Kurse und Projekte aus einem breit gefächerten Angebot, zu dem auch ein Ausbildungsführer, ein internationales Frauen-Café und sogar ein Musical-Projekt von „VJ Style“ und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule gehörten.
Der größte Erfolg des „lokalen Kapitals“: Es funktionierte als Ideenwerkstatt. Viele Projekte, die hier angestoßen wurden, existieren auch nach dem Ende des Förderprogramms weiter.
Vor allem aber war das Programm eine Investition in die Persönlichkeitsentwicklung junger Leute – ein wichtiger Schritt auf dem Weg auf den ersten Arbeitsmarkt. Auch wenn sich die Erfolge schwer messen lassen und die Früchte der Arbeit erst in Jahren sichtbar werden.
Die Bilanz des vierjährigen Förderprogramms ist jetzt in einer Broschüre nachzulesen, die im Projektbüro Süd ab sofort abholbereit liegt.
Unter dem Titel „Süd setzt ein Zeichen“ werden an einem Aktionstag am 30. Oktober ab 17.30 Uhr im Bürgerhaus Süd Projekte aus dem Programm „Lokales Kapital“ präsentiert, in Ausstellungen, an Infoständen und auf der Bühne (darunter das VJ Style-Musical).
Für Andrea Staubermann vom Projektbüro Süd soll dieser Tag nicht nur Rückschau, sondern auch ein neuer Starttag sein: „Wir hoffen, dass wir bei dieser Gelegenheit viele neue Akteure für die ‘soziale Stadt‘ gewinnen können.“