Archive for the ‘Deutschland’ Category

DAX ringt um die 6000er-Marke - Nervosität

Mittwoch, September 17th, 2008

Frankfurt (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch bei nervösem Handel um den Vortagesschluss gependelt. Zunächst hatte die Rettung der American International Group (AIG) wie eine Beruhigungspille gewirkt, wie Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank sagte.

Die Nervosität um weitere Schieflagen im Finanzsektor bleibt aber. “Der Markt geht durch eine Kneipp-Kur mit Wechselbädern und jetzt landet mit HBOS bereits die nächste Bank auf dem Operationstisch”, so der Experte weiter. Anderen Börsianern zufolge warten Investoren auf die weitere Entwicklung am US-Markt.

Der Leitindex DAX lag am Nachmittag kaum verändert mit minus 0,04 Prozent bei 5.962,55 Zählern. Im Verlauf schwankte der Leitindex aber heftig um die technisch bedeutsame 6.000-Punkte-Marke hin und her. Das bisherige Tagestief lag bei 5.912 und das Hoch bei 6.035 Zählern. Der MDAX verlor 0,06 Prozent auf 7.694,77 Punkte, während der technologielastige TecDAX 0,71 Prozent höher bei 731,31 Punkten stand.

Finanzwerte versammelten sich nach ihrer heftigen Talfahrt der Vortage mit an der DAX-Spitze. Aktien der Commerzbank, die in den vergangenen beiden Handelstagen zeitweise mehr als 22 Prozent verloren hatten, kletterten um 2,00 Prozent auf 14,25 Euro nach oben, Postbank-Papiere verteuerten sich um 0,93 Prozent auf 36,89 Euro und Deutsche Börse stiegen um 1,57 Prozent auf 59,99 Euro. Die Aktien notierten aber deutlich tiefer als noch zu Handelsbeginn.

Bei den Versicherern legten Münchener Rück um 1,10 Prozent auf 96,82 Euro zu, anfänglich ebenfalls klar erholte Allianz-Papiere sanken aber wieder um 0,15 Prozent auf 97,91 Euro. Börsianern zufolge ermöglicht neben guten Ergebnissen bei Morgan Stanley die Rettung des schwer angeschlagenen US-Versicherers AIG die Stabilisierung in dem Sektor.

Die US-Notenbank hat der AIG einen Kredit in Höhe von 85 Milliarden Dollar gewährt und übernimmt im Gegenzug für den Kredit 80 Prozent an dem Versicherer. “Die Anleger atmen nach der Rettung von AIG zunächst einmal kräftig durch”, sagte ein Börsianer. Bei einem Crash des Versicherers hätte abgesehen von individuellen Ausfallrisiken eine massive Verschlimmerung der über alle Anlageklassen hinweg zu beobachtenden Verwerfungen gedroht, sagte ein Analyst. Neue Sorgen vor einem Kollaps von HBOS dämpften die Stimmung jedoch bereits wieder.

Favorit im DAX waren aber Volkswagen (VW), die in der Spitze um fast zehn Prozent zulegten und zuletzt mit 7,55 Prozent im Plus bei 243,61 Euro standen. Marktteilnehmer spekulieren über eine Reihe von möglichen Gründen, die Investoren zu Käufen zwingen. Genannt werden dabei insbesondere Eindeckungen von Leerverkäufen, nachdem die inzwischen insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers wohl Vertragspartner von Aktienleihe-Geschäften gewesen sei. Die Kursbewegung ist einem Analysten zufolge jedenfalls “fernab jeglicher fundamentalen Begründung”.

GILDEMEISTER schwankten im MDAX besonders heftig und standen zuletzt mit 3,57 Prozent im Plus bei 13,07 Euro. Equinet hat die Papiere des Werkzeugmaschinenbauers von “Sell” auf “Buy” hochgestuft. Die Auftragslage sei weiter gesund und die Aktie weise einen Abschlag von 20 Prozent zum Wettbewerb auf, hieß es zur Begründung. Börsianer führten darüber hinaus Kaufdruck durch Eindeckungen von Leerverkäufen (Short covering) an.

Im TecDAX standen Aktien der Software AG mit minus 9,20 Prozent auf 45,40 Euro am Indexende. Die WestLB stufte das Papier des Softwareunternehmens von “Add” auf “Hold” ab. Der Optimismus im Sektor basiere eher auf Hoffnungen als auf Beweisen, hieß es. Feste Solarwerte hielten dagegen den TecDAX im Plus. An der Indexspitze gewannen Centrotherm 8,14 Prozent auf 35,75 Euro.

Quelle: dpa

Verletzte bei Brand im Ärmelkanal-Tunnel

Freitag, September 12th, 2008

Bei einem Brand im Tunnel unter dem Ärmelkanal sind 14 Menschen verletzt worden.

Der Eurotunnel musste komplett gesperrt werden, nachdem ein Feuer in einem Güterzug ausgebrochen war. Nach Angaben der Betreiberfirma wurden insgesamt 32 Menschen aus dem Zug in Sicherheit gebracht. Die Unterseeverbindung zwischen England und Frankreich bleibt bis Freitag in beide Richtungen geschlossen. Der Brand brach in einem Lastwagen aus, der von einem Zug durch den Tunnel transportiert wurde. Am Abend war das Feuer unter Kontrolle.

Der Feueralarm sei gegen 15.55 Uhr (MESZ) ausgelöst worden, teilte eine Sprecherin von Eurotunnel mit. Nach Angaben der französischen Behörden waren die überhitzten Bremsen eines Lastwagens in Brand geraten. Sechs Menschen erlitten demnach eine leichte Rauchvergiftung, acht weitere wurden teilweise durch zersplitterndes Glas leicht verletzt. Insgesamt seien 32 Menschen aus dem Güterzug in den anliegenden Wartungstunnel gebracht worden, die meisten von ihnen Lastwagenfahrer. Von Frankreich aus machte sich ein Zug auf den Weg zur Unglücksstelle, um die Menschen abzuholen.
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Die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie sprach nach einem Besuch am französischen Ausgang des Tunnels von einer Explosion, mit der der Brand begonnen habe. “Es scheint, dass es sich um einen Unfall handelt”, sagte sie.

Genaueres sollten nun Untersuchungen im Tunnel ergeben. Sie bestätigte Berichte, nach denen sich auch ein Lastwagen mit der giftigen Chemikalie Phenol auf dem Zug befand. Dieser Laster sei aber nicht vom Feuer betroffen. Die Feuerwehr habe das Fahrzeug isoliert, damit es nicht in Brand gerate.

Dennoch verursachte der Brand nach Angaben von Alliot-Marie große Schäden im Tunnel. Das Feuer habe Temperaturen von bis zu 1000 Grad erreicht, sagte sie unter Berufung auf die Feuerwehr. Dennoch könnten die Züge bald wieder fahren, da sie an der Unglücksstelle auf ein anderes Gleis ausweichen könnten.

Nach Angaben der britischen Polizei war der betroffene Zug auf dem Weg nach Frankreich und rund elf Kilometer von Calais entfernt, als der Brand ausbrach. Insgesamt seien zum Zeitpunkt des Unglücks fünf Züge unterwegs gewesen, teilte Eurotunnel mit. Sie sollten in die Ausgangs-Bahnhöfe zurückfahren. Insgesamt seien davon 2000 Fahrgäste betroffen.

Schweiz geht gegen Kinderporno-Ring vor - Schlag gegen deutsche Pädophile

Mittwoch, September 3rd, 2008

Die Schweizer Polizei hat einen Kinderporno-Ring zerschlagen, in den Hunderte Deutsche verstrickt sind. Bei den Ermittlungen wurde ein Internet-Forum aufgedeckt, über das Pädophile Dateien austauschten und sich gegenseitig berieten, mit welchen Mitteln kleine Mädchen angelockt werden könnten. Die Verantwortlichen für die von St. Gallen aus betriebene Internetseite sind laut den Justizbehörden Deutsche.
Vier mutmaßliche Täter verhaftet

Insgesamt wurden 13 Strafverfahren gegen Schweizer eröffnet, vier Menschen wurden wegen Missbrauchs eines zwölfjährigen Mädchens festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen mitteilte. Insgesamt ermittelten die Beamten etwa 600 Nutzer aus Deutschland, 40 aus Österreich und vier aus dem Fürstentum Liechtenstein. Das Bundeskriminalamt erklärte gegenüber tagesschau.de, dass man den Hinweisen auf die beteiligten Deutschen derzeit nachgehe, darüber hinaus aber keine weiteren Angaben machen könne.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren den Schweizer Angaben zufolge Recherchen der Schweizer Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität des Bundes (Kobik). Die Spezialisten identifizierten zahlreiche Nutzer der betroffenen Internetseite. Bei mehreren Verdächtigen wurden Hausdurchsuchungen vorgenommen und umfangreiches Material wie Computer-Festplatten und andere Datenträger beschlagnahmt. Die mutmaßlichen Haupttäter sind nach Angaben der zuständigen Untersuchungsrichterin geständig und wurden deshalb zum Teil aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Verfahren ist bereits seit mehreren Monaten im Gang.

Keine Verbindung zu anderen Fällen

Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts besteht kein Zusammenhang zwischen dem aktuellen Fall in der Schweiz und der Aufdeckung eines internationalen Kinderpornorings im August. Die Behörde hatte damals berichtet, dass fast 1000 deutsche Tatverdächtiger ermittelt worden seien.

Korruptionsverdacht bei Tariferhöhungen der Bahn

Mittwoch, September 3rd, 2008

Freie Fahrt für laxe Preisprüfer?

Mitarbeiter der Deutsche Bahn AG sollen möglicherweise Beamte bestochen haben, die für die Kontrolle von Nahverkehrstarifen zuständig waren. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt bestätigte, dass Ermittlungen gegen drei leitende Mitarbeiter der Bahntochter DB Regio und zwei hochrangige Beamte des Regierungspräsidiums Darmstadt eingeleitet wurden. Es gehe um den Verdacht der Vorteilsnahme sowie der aktiven und passiven Bestechung bei der Prüfung von Tariferhöhungen.
Kostenlose Bahncard 100

Ein heute 50-jähriger Oberamtsrat sowie ein 59-jähriger leitender Regierungsdirektor sollen jahrelang ohne Wissen ihres Dienstherrn kostenlos eine Bahncard 100 für die Erste Klasse erhalten haben. Diese Jahreskarte hat derzeit einen Wert von 5900 Euro. Die drei Mitarbeiter der Regio AG haben laut Staatsanwaltschaft damit möglicherweise die Beamten bestochen, um so bei Baugenehmigungen und Fahrpreisen Entscheidungen zugunsten der Bahn zu erreichen.
Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug

Selbst wenn es für solche Entscheidungen einen Ermessungsspielraum gebe, hätten die Beamten die Karten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht annehmen dürfen. Gegen die beiden Mitarbeiter des Regierungspräsidiums wurde Haftbefehl erlassen, der aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Die Bahn wollte sich nicht zu den laufenden Ermittlungen äußern und verwies darauf, sie arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen.

Die Bahn muss neue Preise im Nahverkehr den Bundesländern vorlegen. Dies wird vom Land Hessen koordiniert, das dafür bis zum vergangenen Jahr das Regierungspräsidium Darmstadt als Prüfbehörde eingesetzt hatte. Über Preiserhöhungen im Fernverkehr entscheidet die Bahn eigenständig.

Razzia für Postchef Zumwinkel

Donnerstag, Februar 14th, 2008

Köln/Bonn (dpa) - Die Polizei hat am Donnerstagmorgen nach einem Bericht des ZDF das Privathaus und das Büro des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, durchsucht.

Nach Informationen des Senders soll gegen den Topmanager ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung vorliegen. Die Staatsanwaltschaft prüfe, ob Zumwinkel über zehn Millionen Euro am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust habe.

Die Staatsanwaltschaft Bochum bestätigte Durchsuchungen in Bonn und Köln «wegen eines Steuerstrafverfahrens». Der Sprecher der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität, Bernd Bieniossek, wollte jedoch weder bestätigen, dass sich die Durchsuchungen gegen Postchef Klaus Zumwinkel richteten, noch dass die Büro- oder Privaträume Zumwinkels im Visier der Ermittler stehen. «Während einer laufenden Aktion gibt es keine solche Aussagen», sagte Bieniossek auf Anfrage. Auch die Kölner Polizei konnte keinen näheren Angabe machen. «Wir wissen von nichts», sagte ein Polizeisprecher.

Die Ermittler begannen laut ZDF mit ihren Razzien zeitgleich gegen sieben Uhr in der Zentrale des Konzerns in Bonn und in der Villa Zumwinkels im Kölner Stadtteil Marienburg. Die Operation sei seit Wochen unter strengster Geheimhaltung geplant worden. Klaus Zumwinkel, der auch Aufsichtsratschef der Telekom und der Postbank ist, steht seit fast 19 Jahren an der Spitze der Deutschen Post.

Abgesehen von zahlreichen Journalisten gab es weder vor der Villa Zumwinkels in Köln-Marienburg noch vor dem Post-Tower Hinweise auf die Razzien. In der Villa des Postchefs, vor der morgens um 7 Uhr mindestens zehn Beamte in Zivil erschienen waren, waren die Vorhänge zugezogen.

Nach «Spiegel»-Informationen wird dem Post-Chef Steuerhinterziehung mit Hilfe einer Stiftung im Fürstentum Liechtenstein vorgeworfen. Das Vermögen der Stiftung betrug zuletzt mehr als zehn Millionen Euro. Aus umfangreichen Aufzeichnungen eines Liechtensteiner Geldinstituts soll hervorgehen, dass der Post-Chef auch überlegte, sein Vermögen nach Asien oder auf die Cayman-Inseln zu verlagern, wie «Spiegel»-Online weiter berichtete.

Quelle: dpa

Döpfners Mindestlohn-Ausrede

Samstag, Dezember 15th, 2007

Springer-Chef Mathias Döpfner hat heute der Briefdienst-Tochter Pin den Geldhahn zugedreht. Begründung: Der vom Bundestag beschlossene Mindestlohn mache alle Gewinnaussichten zunichte. Tatsächlich aber liegen die Gründe für den geplanten Ausstieg woanders.

Berlin - Mathias Döpfner hat die Lust am Postgeschäft verloren. Der Verlag werde Pin kein zusätzliches Geld mehr zur Verfügung stellen, ließ der mächtige Springer-Chef heute mitteilen. Verantwortlich dafür sei die Politik mit ihrem Beschluss für einen Mindestlohn in der Postbranche. Dieser biete der Post die wirksame Möglichkeit, ihr Monopol gegen jeden Wettbewerber zu verteidigen.

Auch die Geschäftspartner haben aus der Perspektive des Axel-Springer-Chefs ihren Teil dazu beigetragen, den Spaß an dem zukunftsträchtigen Geschäft zu verleiden. Während Springer Millionen nachgeschossen habe, um den laufenden Betrieb zu gewährleisten, hätten diese jede weitere Zahlung verweigert.

Kurzum: Nachdem alle anderen nach Ansicht des Springer-Chefs das Geschäft verdorben haben, stellt Döpfner das Engagement bei der Pin Group zur Disposition. Axel Springer sei bereit, die Mehrheit abzugeben, wenn die neuen Hausherren ausreichendes Geld mitbringen. Am Ende könnten sich die Verlagsoberen mit einer 20-Prozent-Beteiligung zufriedengeben.

Bei Lichte betrachtet, erscheint der verbale Rundumschlag aber eher wie eine Ausrede, um sich ohne Gesichtsverlust aus einem Geschäft verabschieden zu können, das die Springer-Leute nie wirklich in den Griff bekamen. Bis heute ist es dem Pin-Chef Günter Thielen nicht gelungen, den Postdienstleister zu einem schlagkräftigen Konkurrenten der Post zu formen.

Nach wie vor besteht Pin aus einer Vielzahl kleiner regional ausgerichteter Unternehmen, an denen die Pin Group jeweils einen Mehrheitsanteil besitzt. Zwar arbeiten einzelne zur Gruppe gehörende Unternehmen erfolgreich, wie etwa in Berlin oder München. Doch von einem flächendeckenden Netzwerk, das zuverlässig nach einheitlichen Standards arbeitet, ist es noch immer meilenweit entfernt.

Pin-Projekt als Chefsache

Dabei hatte Döpfner das Projekt einst zur Chefsache gemacht. Mit Rudolf Knepper zeichnete sein Stellvertreter höchstpersönlich dafür verantwortlich. Logistik- und Vertriebsleiter Karsten Böhrs übernahm die Rolle des Springer-Statthalters im operativen Geschäft der Pin-Holdinggesellschaft in Luxemburg.

In Bayern jedoch sind die strategischen Fehler der Pin-Manager gleichsam wie durch ein Brennglas zu beobachten. Dort verfügt Pin bereits seit längerer Zeit über ein dicht geknüpftes Netzwerk, das auf einer Reihe von Kooperationsverträgen mit unabhängigen, regionalen Dienstleistern aufbaute. Dazu gehörten etwa die in Fürstenfeldbruck und Dachau aktive Oberbayern Mail, die Logistic Mail Factory in Augsburg und der PSD in Nürnberg - allesamt Tochtergesellschaften der ortsansässigen Regionalverlage.

Die Zusammenarbeit mit Verlagen erschien den Springer-Managern allerdings auf die Dauer zu mühsam. Statt sich in ewig langen Diskussionen mit den Partnern immer neu abzustimmen, versuchten sie, hinter deren Rücken eigene Versandstrukturen aufzubauen - ein Vorgang, der bei den Betroffenen noch heute ungute Erinnerungen weckt: “Es war schon etwas befremdlich, dass Pin Mail in der täglichen Zusammenarbeit den loyalen Vertragspartner gab, und gleichzeitig Räume für neue Verteilzentren suchte und Leute abwarb”, erinnert sich der Geschäftsführer eines der Dienstleister.

Pin-Sprecherin Mandy Simon hält diese Reaktion jedoch für allzu sensibel: “Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir ein Netzwerk unter eigener Regie anstreben. Anders wären einheitliche Standards gar nicht durchzusetzen.”

Die Regionalfürsten in den Verlagen hatten für die Strategie der Pin allerdings wenig Verständnis. Sie setzten sich mit allen Mitteln zur Wehr - und sie hatten Erfolg damit. In Fürstenfeldbruck und Dachau zum Beispiel musste Pin zwei Depots nach kaum vier Wochen schon wieder schließen. Das sei im Zuge der Konsolidierung geschehen, begründet Simon den Schritt. “Das passiert, wenn man schnell wächst.”

Von Wachstum in der betreffenden Region konnte aber keine Rede sein, lästert die Konkurrenz. “Springer hatte einfach zu spät erkannt, dass es keinen Sinn macht, gegen die Lokalmonopolisten vor Ort und, nicht zu vergessen, die Post anzutreten. Das sind Schlachten, die sie nicht gewinnen können”, erklärt ein Manager. Am Ende habe die Offensive sogar nachhaltigen Schaden angerichtet. Denn die Vertrauensbasis zu den Partnern sei in vielen Fällen erschüttert.

Post als übermächtiger Gegner

Auch in den Regionen, in denen der Betrieb inzwischen reibungslos funktionierte, hätte es zumindest einen langen Atem erfordert, um zum ernstzunehmenden Konkurrenten der Post aufzusteigen. Denn nach wie vor tragen die Zusteller der Post neunzig Prozent der Briefe aus. Für Pin blieb bislang lediglich, was der gelbe Riese nicht schaffte. Beispiel München: Ein Postbote marschiert hier in aller Regel ein Gebiet mit 50 Hausnummern ab und verteilt pro Schicht rund 2000 Briefe. “Unser Gebiet ist mit 400 Hausnummern rund achtmal so groß”, stöhnt ein Pin-Austräger, und fügt mit einem Unterton von Sarkasmus hinzu: “Dafür ist unsere Fracht mit rund 200 Briefen nicht so schwer”. Gleiches weiß auch ein Pin-Zusteller aus der Nähe von Köln zu berichten. “Manchmal bin ich für drei oder vier Briefe noch einen Ort weiter gefahren.”

Kaum anzunehmen, dass sich an dieser Auftragsverteilung so schnell etwas geändert hätte. Denn in vielerlei Hinsicht kann Pin mit dem Service der Post nicht mithalten, etwa, wenn es um die Zugänge zu den Briefkästen geht, die nicht selten hinter verschlossenen Haustüren hängen. Post-Briefträger verfügen inzwischen in den allermeisten Fällen über einen Haustürschlüssel, Pin-Zusteller dagegen nur in Einzelfällen - im Endeffekt erwächst daraus ein extremer Wettbewerbsnachteil, weil kaum ein Briefversender das Risiko eingehen will, dass seine Post nicht zugestellt werden kann, wenn in dem betreffenden Haus niemand die Tür öffnet. “Ein Problem, das mit zunehmenden Bekanntheitsgrad kleiner wird”, erklärt Simon dazu.

Hinzu kommt, dass bei der derzeit geringen Auftragslage ein flächendeckendes Netz von Zustellern extreme Kosten verursacht - ein Grund dafür, dass Pin selbst in Ballungsräumen den Mut zur Lücke aufbringen muss. Ganze Gruppen von Postleitzahlen würden von vornherein aussortiert und anschließend zum Konkurrenten Post verfrachtet, berichtet ein Depot-Mitarbeiter: “Wir hatten einfach nicht genügend Leute, die das riesige Gebiet hätten abdecken können.” Der Rabatt, den die Post für vorsortierte Post einräumt, musste also oft genügen, um die bis dahin angefallen eigenen Kosten zu decken.

Gute Chancen für niedrigeren Mindestlohn

Zuletzt hatte Pin auch im eigenen Hause nicht eben den Rückhalt, der für den Aufbau eines solch schwierigen Geschäfts notwendig gewesen wäre. So hätten Springer-Vize Knepper und Pin-Vertriebschef Böhrs dafür geworben, den Zeitungsvertrieb für “Bild” und “Die Welt” auf Pin zu übertragen, heißt es aus Verlagskreisen. Die verantwortlichen Vertriebsmanager hätten dies jedoch verhindert. Die Folge: Noch heute wird jede Zeitung aus dem Hause Springer von der Post zugestellt.

Zu allen Überfluss bemüht sich der Verband Neue Brief- und Zustelldienste gerade, das zentrale Argument Döpfners - den prohibitiv hohen Mindestlohn - gegenstandslos zu machen. Heute morgen nämlich lieferte ein Kurier einen Antrag im Bundesarbeitsministerium ab, der nach SPIEGEL-Informationen die Einführung eines eigenen Mindestlohns für die Zusteller der Mitgliedsunternehmen vorsieht - im Westen 7,50 Euro und im Osten 6,50 Euro pro Stunde. Das wäre exakt die Lohnhöhe, die der Springer-Chef als noch vertretbar erachtet.

Das Argument: Unternehmen wie Pin und TNT erbringen “qualitativ höherwertige” Dienstleistungen, die nicht mit denen des normalen Briefalltagsgeschäfts der Post vergleichbar sind - etwa die Zustellung am selben Tag oder zu einem genau vereinbarten Termin. Auch die Sendungsverfolgung gehört nicht zum Standardangebot der Post.

Nach Ansicht von Experten stehen die Chancen für den Antrag gar nicht schlecht. Eine Branche der Mehrwertbriefdienste ist nämlich eigens von der für den Postmarkt zuständigen Bundesnetzagentur anerkannt. Und auch die formellen Kriterien, wie Tarifvertrag und 50-Prozent-Klausel, die von der Union in der Vergangenheit als Bedingung für die Aufnahme weiterer Branchen genannt worden waren, sind erfüllt.

Von dem Antrag wusste Döpfner, das räumt ein Springervertreter inoffiziell ein.

Murrende Union, strahlende SPD beim Post-Mindestlohn
STREIT UM MINDESTLOHN - Springer dreht Pin den Geldhahn ab
RETTUNGSVERSUCH - Pin-Chef will Firma von Springer kaufen

Pin-Gruppe will wegen Mindestlohn 1000 Mitarbeiter entlassen

Mittwoch, Dezember 12th, 2007

Die Reaktion kam postwendend: Wegen der Einführung des Mindestlohns für Briefzusteller hat die mehrheitlich zum Axel-Springer-Verlag gehördende Pin-Group angekündigt, 1000 Mitarbeitern zu entlassen.

Luxemburg - Die meisten Kündigungen soll es nach Angaben des Unternehmens zunächst in Niedersachsen und Bayern geben, teilte das Unternehmen mit. “Darüber hinaus ist eine Vielzahl weiterer Arbeitsplätze im Konzern gefährdet”, hieß es. Offenbar steht sogar die Existenz des Unternehmens als Ganzes auf dem Spiel: Man prüfe gemeinsam mit Beratern Geschäftsmodell und Strategie “im Hinblick auf den Fortbestand des Unternehmens”.

Union und SPD peilen für Postdienstleister einen Mindestlohn zwischen 8 und 9,80 Euro in der Stunde an. Die Wettbewerber des ehemaligen Monopolisten fordern, deutlich niedrigere Löhne zahlen zu dürfen. Der ihrer Meinung nach zu hohe Mindestlohn gefährde den Wettbewerb.

“Mit dem überhöhten Mindestlohn wurde bewusst in Kauf genommen, dass Investments in Milliardenhöhe am Standort Deutschland zunichte gemacht werden und Zigtausende von Arbeitsplätzen bei den privaten Briefdienstleistern verloren gehen”, sagte Pin-Geschäftsführer Günter Thiel.

Besonders bedauerlich sei, dass vor allem Geringqualifizierte und ehemalige Langzeitarbeitslose betroffen seien. Derzeit prüft der Pin-Vorstand gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen Geschäftsmodelle und künftige Strategien im Hinblick auf den Fortbestand des Unternehmens, wie es weiter hieß.

Nach eigenen Angaben beschäftigt die Pin-Gruppe mehr als 9000 Mitarbeiter. Mehrheitsgesellschafter ist der Berliner Medienkonzern Axel Springer. Dessen Vorstandschef Mathias Döpfner hatte direkt nach Bekanntwerden der Mindestlohneinigung empört reagiert und mögliche Konsequenzen bis hin zur Geschäftsaufgabe nicht ausgeschlossen.

Der Springer-Konzern hatte erst im Sommer die Mehrheit an Pin übernommen und dafür 510 Millionen Euro gezahlt. Pin ist stark verlustreich, Berichten zufolge dürfte die Springer-Tochter dieses Jahr ein Minus von gut 55 Millionen Euro machen.

Bereits gestern hatte die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” in einer Vorabmeldung berichtet, die Pin Group plane, eine Reihe kürzlich erworbener Betriebe zu schließen oder abzustoßen. Der Pin-Verwaltungsrat habe diese Maßnahme bereits beschlossen, berichtete das Blatt unter Berufung auf eine “sichere Quelle”. Der Springer-Konzern wolle die Pin Group AG auf diese Weise sanieren.

Auch die “Rheinischen Post” hatte unter Berufung auf “gut informierte Kreise” berichtet, die Pin AG werde kurzfristig “Hunderte von Stellen abbauen”.

TNT und Hermes stoppen Einstieg ins private Briefgeschäft

Auch andere Post-Konkurrenten zogen Konsequenzen aus der Einführung von Mindestlöhnen: Der niederländische Postdienstleister TNT und der Paketversand Hermes stoppten bereits gestern ihren Plan zum Einstieg ins private Briefgeschäft.

Für die Verbraucher hat das direkte Folgen: Wenn das Briefmonopol in Deutschland Anfang 2008 fällt, können sie ihre Briefe vorerst nicht in den 13.500 bundesweiten Niederlassungen von Hermes abgeben. Ursprünglich war geplant, dass die Paketannahmestellen in Zukunft auch Briefe entgegennehmen. TNT Post will sich einer Sprecherin zufolge weiter auf die Zustellung von Geschäftspost und das Verteilen von Werbung beschränken.

Die Einführung des Post-Mindestlohns ist stark umstritten: Der von Pin und TNT gestützte Branchenverband der Post-Konkurrenten warnt seit längerem, durch den Mindestlohn drohten bis zu 20.000 der 60.000 Stellen bei den Post-Wettbewerbern verlorenzugehen.

Post-Chef Klaus Zumwinkel sagt hingegen, er erwarte im kommenden Jahr einen harten Wettbewerb auf dem Sektor der Geschäftspost. Dort könne es - anders als im deutlich aufwendigeren und margenschwächeren Geschäft mit Privatkunden - zu erheblichen Preiskämpfen kommen.

Post-Konkurrenten ziehen sich zurück

Wenn der Computer zur Sucht wird

Montag, Dezember 10th, 2007

Experten kämpfen um Anerkennung

“Was ist zu tun, wenn der Computer zur Sucht wird?” Um diese Frage ging es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung anlässlich des diesjährigen Fachkongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Doch obwohl den Fachleuten zufolge die Nachfrage nach Hilfsangeboten groß sei, gebe es derzeit nur wenige Anlaufstellen. Zudem müsse die Computer- oder auch Onlinesucht erst anerkannt werden, damit eine Kostenübernahme möglich sei. << zum Artikel >>

Mehr als zwei Drittel der Deutschen surft im Internet

Samstag, Dezember 1st, 2007

Private Internetnutzung wächst weiter

Computer und Internet gehört inzwischen zum Alltag der Deutschen. Eine große Mehrheit ist sogar täglich online. Notebooks werden dabei als Zugangsgerät immer beliebter. Weiterhin meiden die Älteren das Internet noch zum Teil, während es für die Jüngeren fest zum Alltag gehört.

Computer und Internet sind hierzulande längst keine Fremdworte mehr. Das unterstreichen die aktuellen Umfrageergebnisse, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Demnach nutzten im ersten Quartal 2007 rund drei von vier Deutschen über zehn Jahre (74 Prozent) privat einen Computer, mehr als zwei Drittel (68 Prozent) auch das Internet. Gleichzeitig ist das Internet Teil des Alltags geworden: Knapp zwei Drittel der Internet-Nutzer gaben an, jeden oder zumindest fast jeden Tag online zu sein. Die Zahl der Internet-Anwender ist gegenüber dem ersten Quartal 2006 um schwache drei Prozent gestiegen.

Die große Mehrheit der deutschen Haushalte verfügt inzwischen über digitale Geräte wie Desktop, Laptop oder PDA (73 Prozent gegenüber 71 Prozent 2006) und einen privaten Internetanschluss (2007: 65 Prozent, 2006: 61 Prozent).

Dabei schätzen die Deutschen immer mehr die Möglichkeit, das Internet nicht stationär, sondern über einen Laptop zu nutzen: Während der Computer auf dem Schreibtisch langsam an Boden verliert (83 Prozent im Jahr 2007 gegenüber 87 Prozent im Jahr 2006), hat der mobile Rechner deutlich an Beliebtheit gewonnen. 41 Prozent der Haushalte nutzen einen Laptop für den Internetzugang - das sind 10 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2006.

Unterschiede in der Nutzung gibt es nur noch wenige. Absolut gesehen sind es zwar immer noch eher die Männer, die sich in der digitalen Welt bewegen. Hier macht sich jedoch die Altersverteilung bemerkbar: Während bei den Jungen und Mittelalten die Verteilung praktisch gleich ist (10- bis 24-Jährige: männlich 93 Prozent, weiblich 94 Prozent, 25- bis 54-Jährige: männlich: 86 Prozent, weiblich: 82 Prozent), können sich ältere Frauen offensichtlich nicht so recht mit der Technik anfreunden. Bei den über 55-jährigen sind deutlich mehr Männer (42 Prozent) als Frauen (25 Prozent) im Netz unterwegs.

Allerdings nutzen die Älteren ohnehin die digitalen Medien weniger: 41 Prozent von ihnen verwenden privat einen Computer, 33 Prozent gehen ins Internet. Für die Jüngeren hingegen gehört beides zum täglichen Leben dazu: 89 Prozent der Deutschen zwischen 25 und 54 Jahren schalten auch nach Feierabend einen Computer an, 84 Prozent surfen im Internet. Bei den Jüngsten zwischen 10 und 14 Jahren nutzen 97 Prozent privat einen Rechner und 94 Prozent halten sich im Internet auf. Wenig Unterschiede gibt es hingegen in der Nutzungsintensität. Wer einen Internetzugang hat, geht auch - weitgehend unabhängig vom Alter - regelmäßig online: Rund zwei Drittel surfen jeden Tag (61 Prozent). Die Gelegenheitssurfer sind deutlich in der Minderheit. Mindestens einmal in der Woche besuchen 26 Prozent das Internet, 13 Prozent gehen mindestens einmal im Monat ins Internet.

Pressemitteilung Nr. 486 vom 30.11.2007 vom Statistisches Bundesamt 

Gebührenreform - Länder diskutieren neue Fernseh-Steuern

Mittwoch, September 19th, 2007

Die bisherige Geräte-Abgabe über die GEZ ist umstritten. Vertreter der Bundesländer erwägen stattdessen eine Kopfpauschale oder Umlagen über Steuern. Auch eine Haushalts-Abgabe steht zur Debatte. Billiger als bisher soll es jedenfalls nicht werden.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” bereits im Oktober 2007 über die Reform der Rundfunkgebühren entscheiden. Statt der Geräte-Gebühren, die bisher die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) einsammelt, stehen laut dem Bericht vier alternative Modelle zur Diskussion.

Das Blatt bezieht sich auf ein Papier der Arbeitsgruppe Zukunft der Rundfunkgebühr, in der Vertreter der Länder und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beraten. Demnach ist steht unter anderem eine Kopfpauschale je Einwohner über 18 Jahre zur Debatte. Laut der “Bild am Sonntag” schlagen Experten zwischen neun und elf Euro monatlich vor.

Bisher zahlt ein bei der GEZ gemeldeter privater Haushalt mit Fernseher monatlich 17,03 Euro. Mit der neuen Kopfpauschale müsste ein Ehepaar künftig 18 bis 22 Euro ausgeben, wie die Zeitung berichtete. Demnach bestehen bei dieser Pauschale Bedenken: Der im Diskussionspapier vorgeschlagene “automatisierte Datenabgleich der Einwohnermeldeämter mit der Gebühreneinzugszentrale” sei “ein Horror für jeden Datenschützer”, heißt es in dem Bericht.

Die Länder diskutieren derzeit auch zwei Arten der Steuererhöhung zugunsten der Finanzierung ARD, ZDF und Deutschlandradio. Einerseits könnten Gemeinschaftssteuern wie die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) angehoben werden. Eine Variante sei die “Erhöhung aller derzeit bestehenden acht Ländersteuern”, zitiert “Bild am Sonntag” aus dem Papier der AG Zukunft der Rundfunkgebühr. Dazu zählen die Vermögenssteuer oder die Biersteuer.

Viertens erwägen Medienpolitiker, eine Haushalts-Abgabe einzuführen. Bei dieser Abgabe sei nicht entscheidend, wie viele Personen in einer Wohnung leben und wie viele Geräte die Familie habe, schreibt die Zeitung. Es gibt außerdem Befürworter einer Gebührenreform auf Basis des bisherigen GEZ-Einzugs: Sie wollen nur noch eine einheitliche Gebühr statt der bisherigen Unterscheidung in Radio- und Fernsehgebühren sowie Gebühren für internetfähige Computer

“Eine einfache Lösung gibt es nicht”, zitierte die Zeitung den Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder-Regierungschefs, Kurt Beck. Der SPD-Chef fordert, dass mit einer neuen Gebühr oder Steuer auf jeden Fall 7,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Sender eingenommen werden – also mindestens so viel wie bisher.

2009 droht der Gebühren-Schub

Brüssel zwingt ARD und ZDF zu mehr Transparenz