Archive for the ‘Allgemein’ Category

Mehr als zwei Drittel der Deutschen surft im Internet

Samstag, Dezember 1st, 2007

Private Internetnutzung wächst weiter

Computer und Internet gehört inzwischen zum Alltag der Deutschen. Eine große Mehrheit ist sogar täglich online. Notebooks werden dabei als Zugangsgerät immer beliebter. Weiterhin meiden die Älteren das Internet noch zum Teil, während es für die Jüngeren fest zum Alltag gehört.

Computer und Internet sind hierzulande längst keine Fremdworte mehr. Das unterstreichen die aktuellen Umfrageergebnisse, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Demnach nutzten im ersten Quartal 2007 rund drei von vier Deutschen über zehn Jahre (74 Prozent) privat einen Computer, mehr als zwei Drittel (68 Prozent) auch das Internet. Gleichzeitig ist das Internet Teil des Alltags geworden: Knapp zwei Drittel der Internet-Nutzer gaben an, jeden oder zumindest fast jeden Tag online zu sein. Die Zahl der Internet-Anwender ist gegenüber dem ersten Quartal 2006 um schwache drei Prozent gestiegen.

Die große Mehrheit der deutschen Haushalte verfügt inzwischen über digitale Geräte wie Desktop, Laptop oder PDA (73 Prozent gegenüber 71 Prozent 2006) und einen privaten Internetanschluss (2007: 65 Prozent, 2006: 61 Prozent).

Dabei schätzen die Deutschen immer mehr die Möglichkeit, das Internet nicht stationär, sondern über einen Laptop zu nutzen: Während der Computer auf dem Schreibtisch langsam an Boden verliert (83 Prozent im Jahr 2007 gegenüber 87 Prozent im Jahr 2006), hat der mobile Rechner deutlich an Beliebtheit gewonnen. 41 Prozent der Haushalte nutzen einen Laptop für den Internetzugang - das sind 10 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2006.

Unterschiede in der Nutzung gibt es nur noch wenige. Absolut gesehen sind es zwar immer noch eher die Männer, die sich in der digitalen Welt bewegen. Hier macht sich jedoch die Altersverteilung bemerkbar: Während bei den Jungen und Mittelalten die Verteilung praktisch gleich ist (10- bis 24-Jährige: männlich 93 Prozent, weiblich 94 Prozent, 25- bis 54-Jährige: männlich: 86 Prozent, weiblich: 82 Prozent), können sich ältere Frauen offensichtlich nicht so recht mit der Technik anfreunden. Bei den über 55-jährigen sind deutlich mehr Männer (42 Prozent) als Frauen (25 Prozent) im Netz unterwegs.

Allerdings nutzen die Älteren ohnehin die digitalen Medien weniger: 41 Prozent von ihnen verwenden privat einen Computer, 33 Prozent gehen ins Internet. Für die Jüngeren hingegen gehört beides zum täglichen Leben dazu: 89 Prozent der Deutschen zwischen 25 und 54 Jahren schalten auch nach Feierabend einen Computer an, 84 Prozent surfen im Internet. Bei den Jüngsten zwischen 10 und 14 Jahren nutzen 97 Prozent privat einen Rechner und 94 Prozent halten sich im Internet auf. Wenig Unterschiede gibt es hingegen in der Nutzungsintensität. Wer einen Internetzugang hat, geht auch - weitgehend unabhängig vom Alter - regelmäßig online: Rund zwei Drittel surfen jeden Tag (61 Prozent). Die Gelegenheitssurfer sind deutlich in der Minderheit. Mindestens einmal in der Woche besuchen 26 Prozent das Internet, 13 Prozent gehen mindestens einmal im Monat ins Internet.

Pressemitteilung Nr. 486 vom 30.11.2007 vom Statistisches Bundesamt 

Fusionspläne liegen auf Eis

Sonntag, November 4th, 2007

Von Jürgen Schumann und Alexander Spiess SÜD/SUDERWICH.

Die angedachte Fusion der Reisevereinigungen (RV) Süd und Suderwich (RZ berichtete) ist vom Tisch. “Frühestens 2009 kommt es zum Zusammenschluss”, erklärte der neue Vorsitzende der RV Süd, Thorsten Weber (kl. Foto), gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

Vorbehalte gegen eine Fusion mit der RV Suderwich gibt es vor allem in den Reihen der Süder Taubenzüchter. Thorsten Weber: “Einige Züchter fürchten den Verlust der Eigenständigkeit.” Auf lange Sicht führe an einem Zusammenschluss beider Vereinigungen jedoch kaum ein Weg vorbei.

Die Zahlen sprechen für sich: Die RV Süd ist von einst mehr als 600 Züchtern in ihrer Blütezeit auf heute 30 reisende Schläge geschrumpft. 33 Züchter wetteifern bei der RV Suderwich noch um die Titel.

Seit einem Jahr bilden beide Reisevereinigungen gemeinsam mit den Nachbarn aus Oer-Erkenschwick bereits eine Fluggemeinschaft, schicken ihre Tauben also gemeinsam. Die Süder nutzen zudem die Räume der RV Suderwich am Ickerottweg.

“Die Zusammenarbeit klappt super”, lobte gestern der Suderwicher Vorsitzende Günter Schlüter. Allein schon aus Kostengründen mache eine Fusion Sinn. Allerdings müssten sich die Süder nicht, wie manche Züchter fürchten, in den Suderwicher Züchtertreff einkaufen. Schlüter stellte klar: “Wir Suderwicher sind bereit. Das Signal dazu muss jetzt allerdings aus Süd kommen.”

Auf den zeitgleichen Herbstversamlungen beider Vereinigungen am Allerheiligentag war die hinter vorgehaltener Hand prophezeite Fusion überraschender Weise kein Thema. Die Süder wählten mit Thorsten Weber einen neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende Thomas Kirchhoff stellte sich nicht mehr zur Wahl. Das Amt des 2. Vorsitzenden bekleidet künftig Dieter Wegner, dessen Ehefrau Siegrid als Geschäftsführerin und Kassiererin fungiert. Die Führungsmannschaft ergänzen Heinz Feldema, Siegfried Kuhn sowie Willi Reckmann als Beisitzer.

Bei den Alttouren, die am 4. Mai ab Langenselbold (215 Kilometer) beginnen, stehen 13 Preisflüge an. Den absoluten Höhepunkt bildet ein solcher am 27. Juli mit dem Auflassort Marchtrenk (610 km) in Österreich. Die Jungreise beginnt am 3. August in Kalteiche (123 km) und endet am 7. September ab Würzburg (296 km).

Die RV Suderwich kam bei ihrer Versammlung überein, am 2. Dezember einen Festabend im “Züchtertreff” abzuhalten. Dann wird Vorsitzender Günter Schlüter die erfolgreichsten Schläge ehren.

Ob eines Tages die Süder und Suderwicher Züchter unter einem Dach gemeinsame Ehrungen abhalten? Günter Schlüter ist hoffnungsvoll: “Wir wollen alle doch nur eines: Tauben schicken.”

04.11.2007 | Quelle: Medienhaus Bauer

Elisabeth-Krankenhaus informiert über Diabetes

Samstag, Oktober 6th, 2007

Recklinghausen - Welche Gefahr von Diabetes auf den Fuß ausgeht, ist Thema eines hochrangig besetzten, kostenlosen Symposiums für interessierte Bürger, dass das Elisabeth-Krankenhaus am Mittwoch, 10. Oktober (17 bis 20 Uhr) im Bürgerhaus Süd veranstaltet.

Eine Sockenfalte im Schuh, für Diabetiker mit geschädigten Nerven können kleine Dinge eine große Wirkung haben. Druckstellen, die Diabetiker mit fehlenden Schmerzempfinden im Fuß nicht bemerken, können einen Teufelskreis in Gang setzten, weiß Dr. Thomas Günnewig, Chefarzt der neurologischen und geriatrischen Abteilung am Süder Krankenhaus. „Der Diabetiker mit Nervenschäden merkt die Falte nicht, obwohl er sein Fuß bildhaft gesprochen wie ein rohes Ei behandeln müsste.“ Aus der Druckstelle werde eine schlecht heilende Wunde. „Ein Einfallstor für Infekte“, so Günnewig. Schlimmsten Falls drohen Amputationen. Fast jeder sechste der etwa sieben Millionen Diabetiker in Deutschland leidet unter dem Problem des diabetischen Fußes. Hervorgerufen durch Durchblutungsstörungen und Nervenschäden.
Beim vierten Symposium des Elisabeth-Krankenhauses für alle interessierten Bürger wollen vier Süder Chefärzte Aufklärungsarbeit leisten. „Symposium Diabetes“, Schwerpunkt diabetischer Fuß, des Elisabeth-Krankenhauses am Mittwoch, 10. Oktober, 17 bis 20 Uhr, im Bürgerhaus Süd, Eintritt frei

Bundesrat verabschiedet Urheberrechtsnovelle

Sonntag, September 23rd, 2007

Förderung des deutschen Films

Heute hat der Bundesrat dem Gesetzentwurf zum zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle zugestimmt. Damit werden Rechte der Verwerter weiter gestärkt, die der Urheber und die legale Privatkopie weiter eingeschränkt. Die Novelle könnte zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.
Im Sommer hatte der Bundestag den umstrittenen Gesetzentwurf zur Urheberrechtsnovelle (”zweiter Korb”) verabschiedet. Wie erwartet, hat der Bundesrat heute ebenfalls seine Zustimmung zum Gesetzentwurf gegeben. Sollte der Bundespräsident seine Unterschrift nicht verweigern, wird das “Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft” zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Laut Bundesjustizministerium bringt das Gesetz “die Interessen der Urheber an der Wahrung und Verwertung ihres geistigen Eigentums und die Belange der Geräteindustrie, der Verbraucher und der Wissenschaft an der Nutzung der Werke in einen angemessenen Ausgleich”.

Was das bedeutet, erläutert das BMJ in einer Pressemitteilung. So bleibt zwar die Privatkopie grundsätzlich “erlaubt”, wenn nicht Kopierschutzverfahren und DRM dem entgegenstehen. Dazu das Justizministerium: “Das ist durch EU-Recht zwingend vorgegeben.” Diesem Argument hatten Fachleute allerdings schon bei der Verabschiedung des ersten Korbes widersprochen. Das EU-Recht hätte es schon der rot-grünen Bundesregierung durchaus erlaubt, zur Durchsetzung der Privatkopie die Umgehung von Kopierschutzverfahren zu gestatten. Aber auf Druck der Medienindustrie hat sich die Regierung seinerzeit dagegen entschieden.

Mit dem zweiten Korb werden darüber hinaus Privatkopien aus P2P-Tauschbörsen “wenn für den Nutzer einer Peer-to-Peer-Tauschbörse offensichtlich ist, dass es sich bei dem angebotenen Film oder Musikstück um ein rechtswidriges Angebot im Internet handelt” verboten. Unterm Strich wird die Privatkopie also weiter eingeschränkt.

Auch für manche Urheber bringt die Novelle eine deutliche Schlechterstellung. Bisher galt für Urheber, dass sie auf die Rechte aus “unbekannten Nutzungsarten” nicht vorab verzichten können: “Wollte der Verwerter das Werk auf diese neue Art nutzen, musste er mit viel Aufwand nach Urhebern oder ihren Erben suchen und sich mit ihnen über die Verwertung einigen.” Das ändert sich mit dem neuen Gesetz: “Nach dem Gesetzentwurf soll der Urheber über seine Rechte auch für die Zukunft vertraglich verfügen können.” In so genannten Total-buy-out-Verträgen dürfen sich Verwerter ab 2008 also noch mehr Rechte von den Urhebern überschreiben lassen als bisher. Das BMJ geht davon aus, dass ein Urheber dafür “eine gesonderte, angemessene Vergütung [erhält], wenn sein Werk in einer neuen Nutzungsart verwertet wird”. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen allerdings, dass das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Rechteverwertern und Urhebern die gerechte Entlohnung der Urheber verhindert.

Besonders schlecht kommen Filmschaffende mit der Urheberrechtsnovelle weg. Das Gesetz stärkt die Rolle der Filmproduzenten noch weiter. Ihm kommen in Zukunft “im Zweifel” die Rechte an allen bekannten und unbekannten Nutzungsarten zu. “Im Gegensatz zu anderen Medien haben die Urheber hier aber kein Widerrufsrecht. Das gibt den Produzenten ausreichende Sicherheit beim Erwerb der Rechte und gewährleistet, dass der deutsche Film künftig auch international präsent bleibt”, so das BMJ.

Quelle: Golem vom 23.09.2007

Wirtz-Druck erhält Innovations-Preis

Freitag, September 21st, 2007

Datteln - Das Unternehmen Wirtz-Druck ist in Frankfurt mit dem Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie in Bronze ausgezeichnet worden. Einen Tag, nachdem bekannt wurde, dass Wirtz notgedrungen Pläne schmiedet, Datteln zu verlassen.

Die Berichterstattung in der Dattelner Morgenpost über die drohende Abwanderung der erfolgreichen Firma, die expandieren möchte, der Datteln aber kein Grundstück zur Verfügung stellen kann, nahm der Stadtrat am Mittwoch zum Anlass, die bisherige Wirtschafts-Förderungspolitik der Stadt zu kritisieren. Bürgermeister Wolfgang Werner müsse dafür sorgen, dass schnell neue Gewerbegebiete entstehen - so die Forderung des Rats.

Wirtz braucht mehr Platz. 10 000 Quadratmeter. Das Unternehmen will wachsen – und weitere Arbeitsplätze schaffen. Notfalls außerhalb von Datteln.

Bei Wirtz wird jetzt trotzdem der Innovations-Preis gefeiert. Zum ersten Mal hatte sich Wirtz mit einem seiner kreaitiven Mailing-Produkte bei einem Wettbewerb angemeldet – und gleich Bronze geholt. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, freuen sich die Wirtz-Geschäftsführer Jürgen und Vinzenz Schmidt und ihre 40 Mitarbeiter.

Gebührenreform - Länder diskutieren neue Fernseh-Steuern

Mittwoch, September 19th, 2007

Die bisherige Geräte-Abgabe über die GEZ ist umstritten. Vertreter der Bundesländer erwägen stattdessen eine Kopfpauschale oder Umlagen über Steuern. Auch eine Haushalts-Abgabe steht zur Debatte. Billiger als bisher soll es jedenfalls nicht werden.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” bereits im Oktober 2007 über die Reform der Rundfunkgebühren entscheiden. Statt der Geräte-Gebühren, die bisher die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) einsammelt, stehen laut dem Bericht vier alternative Modelle zur Diskussion.

Das Blatt bezieht sich auf ein Papier der Arbeitsgruppe Zukunft der Rundfunkgebühr, in der Vertreter der Länder und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beraten. Demnach ist steht unter anderem eine Kopfpauschale je Einwohner über 18 Jahre zur Debatte. Laut der “Bild am Sonntag” schlagen Experten zwischen neun und elf Euro monatlich vor.

Bisher zahlt ein bei der GEZ gemeldeter privater Haushalt mit Fernseher monatlich 17,03 Euro. Mit der neuen Kopfpauschale müsste ein Ehepaar künftig 18 bis 22 Euro ausgeben, wie die Zeitung berichtete. Demnach bestehen bei dieser Pauschale Bedenken: Der im Diskussionspapier vorgeschlagene “automatisierte Datenabgleich der Einwohnermeldeämter mit der Gebühreneinzugszentrale” sei “ein Horror für jeden Datenschützer”, heißt es in dem Bericht.

Die Länder diskutieren derzeit auch zwei Arten der Steuererhöhung zugunsten der Finanzierung ARD, ZDF und Deutschlandradio. Einerseits könnten Gemeinschaftssteuern wie die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) angehoben werden. Eine Variante sei die “Erhöhung aller derzeit bestehenden acht Ländersteuern”, zitiert “Bild am Sonntag” aus dem Papier der AG Zukunft der Rundfunkgebühr. Dazu zählen die Vermögenssteuer oder die Biersteuer.

Viertens erwägen Medienpolitiker, eine Haushalts-Abgabe einzuführen. Bei dieser Abgabe sei nicht entscheidend, wie viele Personen in einer Wohnung leben und wie viele Geräte die Familie habe, schreibt die Zeitung. Es gibt außerdem Befürworter einer Gebührenreform auf Basis des bisherigen GEZ-Einzugs: Sie wollen nur noch eine einheitliche Gebühr statt der bisherigen Unterscheidung in Radio- und Fernsehgebühren sowie Gebühren für internetfähige Computer

“Eine einfache Lösung gibt es nicht”, zitierte die Zeitung den Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder-Regierungschefs, Kurt Beck. Der SPD-Chef fordert, dass mit einer neuen Gebühr oder Steuer auf jeden Fall 7,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Sender eingenommen werden – also mindestens so viel wie bisher.

2009 droht der Gebühren-Schub

Brüssel zwingt ARD und ZDF zu mehr Transparenz


Schönheits-Kur für das Rathaus

Montag, September 17th, 2007

Recklinghausen - 2008 wird das Rathaus 100 Jahre alt und zum Geburtstag soll es ein besonderes „Geschenk“ für die Bürger geben: Durch Verschönerungsarbeiten und Überplanungen des Umfeldes sollen Rathaus und Rathausplatz noch erheblich attraktiver werden.


Das Karee zwischen Stadthaus A und C soll familienfreundlicher gestaltet werden. Foto: Nowaczyk

Im kommenden Jahr wird das Rathaus 100 Jahre alt und zum Geburtstag soll es ein besonderes „Geschenk“ für die Bürger geben: Durch Verschönerungsarbeiten und Überplanungen des Umfeldes sollen das Rathaus und der Rathausplatz, der ohnehin schon ein großer Anziehungspunkt in der Stadt ist, noch erheblich attraktiver werden.
Nach Plänen der Mehrheits-Allianz aus CDU, FDP und WIR, die heute im Stadtentwicklungsausschuss im Detail vorgestellt werden, soll die Rathaus-Offensive noch 2007 beginnen, damit sich das Haus pünktlich zum Geburtstag in neuem Glanz zeigt.
„Dass die Bürger den Rathausplatz besonders schätzen, hat man an der Magnetwirkung der verschiedensten Events gemerkt, die hier mit Tausenden von Menschen über die Bühne gingen. Man denke an das Gourmet-Fest ‘Zu Gast‘, die Kart-Rennen, die Public Viewings bei der Fußball-WM und verschiedene Partys und Festivals. Die Atmosphäre hier hat etwas ganz Besonderes. Da lohnt es sich, zu investieren“, sagt Bürgermeister Wolfgang Pantförder. „Viele Nachbarstädte beneiden uns um dieses wunderschöne Rathaus im Herzen der Stadt“, pflichtet auch CDU-Ratsherr Heinz Stöcker bei. Es gilt also, mit einem „Pfund zu wuchern“. In vier Teilschritten sollen das Rathaus und sein Umfeld schöner werden.
Zunächst wird die Westfassade des Hauses „aufgemöbelt“ und der Platz davor einladender gestaltet (unter anderem verschwinden die Auto-Stellplätze). Danach wird der Innenhof des Rathauses für die Bürger geöffnet. Das Schmuckstück dient derzeit in erster Linie als Mülltonnen-Parkplatz. Städtische Empfänge und gastronomische Ereignisse könnten an diesem stimmungsvollen Schauplatz stattfinden.
Ein ganz neues Gesicht soll auch das Karee zwischen Stadthaus A und C bekommen. Die Gestaltung wird besonders familienfreundlich ausfallen und vor dem neuen Familienbüro, das in Kürze öffnet, einige Spielgeräte bieten. Ein ganz neuer Spielplatz wird einen Steinwurf entfernt direkt hinter dem Rathaus am Eingang zum Erlbruchpark entstehen. Er löst die alte, in die hinterste Ecke hinter die Parkplätze verbannte Spielfläche im Erlbruch ab. Ins Zentrum gerückt und mit behindertengerechten Spielgeräten versehen, wird das Areal für Familien in der City eine attraktive Anlaufstelle.
Zu guter letzt erhält der Dr.-Helene-Kuhlmann-Park eine bessere Infrastruktur, besonders im Hinblick auf den Wochenmarkt. Die wassergebundene Decke verschwindet größtenteils und erhält eine Pflasterung, eine flächendeckende Stromversorgung wird gelegt.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung 

WIR steuert auf Konfrontationskurs in der Ratsallianz

Freitag, August 31st, 2007

Recklinghausen  -  Die WIR-Ratsfraktion hält in der Debatte um eine „schleichende Islamisierung“ auch weiter stramm ihren Kurs. Nun droht eine sogar eine Konfrontation mit der Union.

„Wir lassen uns auch von unserem größeren Allianzpartner CDU nicht den Mund verbieten“, reagierte  die Fraktionsvorsitzende Claudia Ludwig auf die Kritik von Ulrich Hempel.
Der CDU-Fraktionsvize und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Integration hatte die WIR aufgefordert, „Die Brücke“ aus der Diskussion herauszuhalten. WIR-Ratsherr Georg Schliehe hatte in der RECKLINGHÄUSER ZEITUNG gefordert, das städtische Auslandsinstitut solle den Dialog mit den Kulturvereinen in der Stadt abbrechen. Diese hätten mit der Integration ohnehin nichts im Sinn, sondern forcierten nur die Stärkung der bereits vorhandenen Parallelgesellschaften.
„Bevor sich Herr Hempel für einen Dialog mit Gruppen einsetzt, die in Teilen sogar vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sollte er sich besser über die von diesen vertretenen Inhalte informieren. Aber offenbar verfährt er lieber nach dem Vogel-Strauß-Prinzip, verschweigt bewusst unangenehme Wahrheiten“, so Claudia Ludwig.
Ausdrücklich widersprach sie der Forderung von Hempel, die Politik solle Fachbereichen keine Vorschriften machen. „Es ist doch Tagesgeschäft im Rathaus, dass die Politik Fachbereichen Aufträge erteilt oder deren Vorlagen zurückweist.“ Heute kommt die Allianz aus CDU, FDP und WIR zu einem turnusgemäßen Treffen zusammen. An Gesprächsstoff wird es nicht mangeln.

 

Quelle: Medienhaus Bauer

Erdbeertörtchen und Rockmusik

Dienstag, August 21st, 2007

INNENSTADT. (the) Der Start ist geglückt. Das Konzept der “Schmiedefieber”-Macher geht auf. Beim Sommerfest des Kulturzentrums Altstadtschmiede in der Innenstadt feierten Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren am Wochenende unter einem Dach. -Schon der Auftakt um 14 Uhr war vielversprechend. “The Maniacs”, die Schulband des Hittorf-Gymnasiums, spielte Rockmusik, während sich die Schmiede-Senioren Kaffee und Kuchen schmecken ließen. Eine ungewohnte Mischung, die augenscheinlich funktionierte. Die “Zugabe”-Rufe waren Bestätigung genug. “Wir sind sehr zufrieden. Ab jetzt soll es in jedem Jahr ein solches Sommerfest geben”, resümierte Klaus Iwannek, pädagogischer Mitarbeiter in der Altstadtschmiede.

Von der Rockmusik ging es nahtlos mit der Jugend-Big- Band der Altstadtschmiede weiter. 60 bis 70 Zuhörer lauschten dem jungen Musiker-Ensemble mit Sängerin Maxi Freitag. Auf der Carrera-Bahn lieferten sich die jüngsten Besucher Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Mini-Autos. Im Freien ging es beim Basketball-Turnier ans Körbewerfen.

Jazz, Rock und Folk vom Feinsten spielte die Blockflöten-Formation “Wildes Holz”. Die Kunst der Improvisation stand am Abend mit “Dschungelfieber” auf dem Programm. Das Publikum war aufgefordert, das Geschehen auf der Bühne mitzubestimmen. Heraus kam eine witzige Mischung aus professionellem Theater und Laienspiel. “Das Publikum hatte wahnsinnigen Spaß, keine Spur von der berühmten Peinlichkeit des Mitmachens”, war Iwannek begeistert vom engagiert mitspielenden Publikum.

Bis spät in die Nacht sorgte die Cover-Rockband “Machmallaut” für die richtigen Töne zum Ausklang der Sommerparty.

21.08.2007 | Quelle: Medienhaus Bauer

Mit lauter Rockmusik gegen rechts

Samstag, August 18th, 2007

INNENSTADT. Auf Plakaten sind Parolen wie “Gib Nazis keine Chance!” oder “Hass ist keine Lösung” zu lesen. Jugendliche skandieren lautstark: “Lauft mit gegen Rechts!” Die Demo gegen Rechtsextremismus des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) ist im vollen Gange.

Bereits zum vierten Mal rufen die Parlamentsmitglieder mit ihrem Festival “Get up - Stand up” zur friedlichen Demonstration gegen Neonazi-Gewalt auf. Startpunkt ist das Petrinum. Von hier durchquert die Gruppe die Innenstadt bis zum Zielpunkt, dem Dr.-Helene-Kuhlmann-Park. “Wir müssen Courage zeigen. Damit alle sehen, was in der Welt passiert”, erklärt Elâ Yilmaz und marschiert mit ihren Freunden weiter. Ebenfalls bei der Demo dabei ist Jacqueline Wojcech. Das Mitglied des KiJuPa setzt große Hoffnungen in die Aktion. “Wir wollen vor allem die ganz Jungen erreichen. Damit die nicht auf die schiefe Bahn geraten.”

Allerdings scheint bei vielen die Motivation, bei einer solchen Aktion mitzumachen, abgenommen zu haben. Vor vier Jahren waren rechte Ausschreitungen Anlass für das erste Festival. Damals gingen die Zahlen der Demonstranten in die Tausende. In diesem Jahr schätzt die Polizei, dass zwischen 80 und 100 Jugendliche teilgenommen haben. Über diese Bilanz ist KiJuPa-Mitglied Isabell Günzel enttäuscht. “Es muss immer erst etwas passieren, bevor die Leute gegen rechts demonstrieren.” Solange alles ruhig sei, würden die Menschen die Gefahr verdrängen, so Günzel weiter.

Nach der Demo geht es dann mit einem Rock-Festival im Dr.-Helene-Kuhlmann-Park weiter. Ganz nach der Parole “Mit Frohsinn gegen rechts” treten Bands aus unterschiedlichsten Musikrichtungen bis in den Abend auf - trotz der regelmäßigen kalten Duschen von oben. Mit dabei unter anderem “Rising Fame”, “Inyou” und “Diary”. Sie alle hoffen, mit ihren Auftritten viele Leute zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren.

Musik wird so zum Verbindungsglied zwischen den unterschiedlichsten Menschen und Nationen. Und vielleicht kommen die Organisatoren aus dem Kinder- und Jugendparlament und die Demonstranten dem Motto des Festivals einen Schritt näher: “Let’s live together!”

18.08.2007 | Quelle: Medienhaus Bauer