Telekom-Kundendaten offenbar schlecht gesichert
Oktober 1st, 2008Konzern räumt Sicherheitslücke in Plattform Cosma ein
Bei der Deutschen Telekom wurden Kundendaten offenbar längere Zeit nicht ausreichend gesichert, was den Diebstahl begünstigt hat. Das Unternehmen hat nun eine “Sicherheitslücke” bestätigt, die aber seit langem geschlossen sei.
Vertrauliche Kundendaten in der internen Telekom-Plattform Cosma waren lange Zeit nur mit Passwort und Kennung gesichert. Wie das Magazin Stern berichtet, betraf der schwache Zugangsschutz Callcenter-Beschäftigte, die auf die zentrale Kundendatenbank des Konzerns zugreifen. 25.000 Menschen, Callcenter-Mitarbeiter und Beschäftigte in T-Punkten konnten demnach lange Zeit mit Passwort und Kennungen von jedem Rechner aus die Datenbank öffnen. Die Zugangsinformationen seien etwa auf dem Schwarzmarkt im Internet angeboten worden, so die Zeitschrift. Die Sicherheitsmängel fielen erst im Sommer 2007 auf. Die Telekom hat rund 30 Millionen Festnetz- und 38 Millionen Mobilfunkkunden.
Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: “Es gab eine Sicherheitslücke, die wir im August 2007 durch neue Sicherheitsfeatures geschlossen haben.” Dem Konzern sei bislang nur ein Fall in Bremerhaven bekannt, in dem der mangelnde Schutz kriminell ausgenutzt worden sein soll. Dazu ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft. “Dass Kundendaten der Deutschen Telekom vor allem mit Blick auf Kontonummern für Trickbetrügereien missbraucht worden sind, ist bisher nicht bekannt”, so Blank weiter.
Ein früherer Callcenter-Beschäftigter aus Bremerhaven soll versucht haben, die Telekom um 10.000 Euro zu erpressen. Ihm sei es gelungen, Kundendaten aus Cosma zu stehlen. Die Bonner Staatsanwaltschaft verhaftete Ende August 2008 den 49-jährigen Volker T., der behauptete, im Besitz von gestohlenen Kundendaten zu sein. T. soll der Telekom zuvor mit der Weitergabe von Kundenlisten an die Medien und der Aufdeckung neuer Datenlecks gedroht haben. Bereits am 19. August 2008 hatte das Magazin “Kriminalreport” von NDR und WDR berichtet, dass Daten aus einem Callcenter in Bremerhaven, das für den Konzern tätig war, offenbar unrechtmäßig genutzt und weiterverkauft wurden.
Staatsbank schwer gebeutelt - Die KfW und die Finanzmarktkrise
September 25th, 2008Die Finanzmarktkrise hat die staatliche KfW Bankengruppe gleich mehrfach in die Bedrouille gebracht. Jüngst sorgte eine Panne für einen Skandal: Die KfW überwies 320 Millionen Euro an die US-Investmentbank Lehman Brothers, als diese schon in der Pleite steckte.
Nach Angaben der KfW handelte es sich um ein seit Monaten verabredetes Währungsgeschäft – wegen der Zahlungsunfähigkeit der US-Bank habe die KfW aber keine Dollar mehr zurückerhalten. KfW-Chef Ulrich Schröder, der erst kurz zuvor dieses Amt angetreten hatte, räumte Fehler seiner Bank ein. Der Vorgang mache grundlegende Schwächen der staatlichen Bankengruppe deutlich. In der Folge sei mit Verlusten im laufenden Geschäftsjahr zu rechnen, sagte Schröder dem “Handelsblatt”.
Milliardenschwere Rettungsaktion
Auch in den Monaten zuvor hatte die KfW in der Kritik gestanden, weil sie der Mittelstandsbank IKB mit Milliarden unter die Arme griff. Die hatte sich mit hochspekulativen Geschäften mit maroden US-Immobilienkrediten in Bedrängnis gebracht. Als der Immobilienmarkt in den USA im Sommer 2007 einbrach, geriet die IKB in Existenznöte. Nach letzten Angaben mussten KfW, Bund und Bankenwirtschaft 9,8 Milliarden Euro Risiken abdecken. Die Hauptlast schulterte die KfW als größter Anteilseigner der IKB. Im Zuge der IKB-Krise trat im April KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier zurück.
Unrühmliches Kapitel
Zwei Wochen vor Amtsantritt des neuen KfW-Chefs Schröder zog die Bank einen Schlussstrich unter das unrühmliche Kapitel. Am 21. August wurde der Verkauf der KfW-Mehrheitsbeteiligung an der IKB von 90,8 Prozent an den US-Finanzinvestor Lone Star verkündet. Allerdings bleiben erhebliche Risiken bei der KfW: Unterm Strich zahlte das staatliche Institut bei dem Verkauf sogar noch drauf. Und die Turbulenzen der US-Bankenkrise werden die KfW und ihre Bilanzen wohl noch längere Zeit bewegen.
Regierungserklärung zur Finanzkrise - Nichts wird sein, wie es war
September 25th, 2008Bundesfinanzminister Peer Steinbrück erwartet tiefgreifende Veränderungen in Folge der Finanzkrise. “Niemand sollte sich täuschen: Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor dieser Krise”, sagte er in einer Regierungsklärung vor dem Bundestag. Bei den internationalen Banken habe die Finanzmarktkrise bislang zu einer Wertberichtigung in Höhe von 550 Milliarden US-Dollar geführt. Er halte es für “höchstwahrscheinlich”, dass die USA ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren werden.
Deutschland müsse sich in nächster Zeit auf niedrigere Wachstumsraten und - zeitlich verschoben - eine ungünstigere Entwicklung auf den Arbeitsmärkten einstellen, prognostizierte Steinbrück. Zugleich betonte er, dass das internationale Krisenmanagement bislang aber funktioniert habe. “Es ist nicht zu einem Kollaps des Weltfinanzsystems gekommen.” Sparer in Deutschland bräuchten sich über ihre Einlagen derzeit nicht zu sorgen. Dennoch sieht Steinbrück die Notwendigkeit, für die Finanzmärkte in Deutschland “neue Verkehrsregeln” einzuführen.
Bund geht von bislang 1,2 Prozent Wachstum aus
Die Bundesregierung geht offiziell weiter von 1,2 Prozent Wachstum aus. Bundesbankpräsident Axel Weber korrigierte dagegen seine Erwartungen für das kommende Jahr auf unter ein Prozent.
Unionsfraktionsvize Volker Kauder räumte im “Handelsblatt” indes ein, dass die Finanzkrise das Wachstum in Deutschland verlangsamt. Gleichzeitig erwarte er aber, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt erhalten bleibt. Um dies sicherzustellen, müsste der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung weiter auf 2,8 Prozent sinken.
Krisengespräch mit Finanzexperten
Am Nachmittag will Steinbrück mit Spitzenvertretern der Kreditwirtschaft die Krise erörtern. Es werden unter anderem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Bankenpräsident Klaus-Peter Müller erwartet.
Im Vorfeld zeigt sich der Vorsitzende des Bundestagshaushaltsausschusses, Otto Fricke, skeptisch. Er begrüße zwar dieses Gespräch, sagte der FDP-Politiker im Morgenmagazin von ARD und ZDF: “Aber ich bin doch etwas nervös bei der Frage, was wird da rauskommen, denn das ist entscheidend.” Fricke bemängelte mangelnde Transparenz und Aufmerksamkeit in der Finanzwirtschaft: “Faktisch hat die ganze Branche geschlafen.” Er sprach sich für umfassende Reformen bei der staatlichen KfW-Bankengruppe aus - für einen kleineren Verwaltungsrat sowie andere Kontrollmechanismen.
Steinbrücks Rücktritt gefordert
Der Vorsitzende der Linksfraktion, Oskar Lafontaine, forderte Steinbrück zum Rücktritt auf. Dieser habe “den Handel mit faulen Krediten nachdrücklich gefördert”, sagte Lafontaine der “Berliner Zeitung”. Die Bundesregierung habe die Verbriefung von Kreditforderungen zugelassen, was dann der Mittelstandsbank IKB zum Verhängnis geworden sei. Steinbrück sei für diesen “Schrotthandel” mit verantwortlich.
Schnuppis singen für krebskranke Kinder
September 17th, 2008Sich gegenseitig wertschätzen und anderen zu helfen, ist auch die Botschaft der neuen CD. Bei der Fertigstellung halfen neben engagierten Eltern und den Erzieherinnen auch die Pfadfinder aus Marl-Sinsen sowie ehemalige Schnuppis und Sponsoren. Die CD ist zum Preis von 5? Euro in der Tagesstätte erhältlich. “Wir hoffen, mit dem Verkauf einen großen Spendenbetrag überreichen zu können. Hiermit soll den Kindern, die durch ihre Erkrankung gezeichnet und eingeschränkt sind, das Leben ein wenig erleichtert und durch gezielte Aktionen versüßt werden.”
Übrigens: Wer diese oder ähnliche Aktionen unterstützen möchte, kann sich auch dem engagierten Förderverein der “Sternschnuppe” anschließen.
Quelle: Medienhaus Bauer
Punktlandung für die “Lila Sternschnuppe”
September 17th, 2008“Die Frauen kommen über das Jugendamt hierher, bekommen alle sozialpädagogische Familienbetreuung”, erklärt Daniela Wagner. Erklärtes Ziel ist es, die jungen Frauen zu stärken, ihnen Hilfe und Betreuung anzubieten. “Das können einfache Arztbesuche, das können aber auch Behördengänge sein”, beschreibt Monika Wagner-Van der Straten ihre Arbeit mit den Frauen, die mal in Einzel, häufig aber auch in Gruppengesprächen stattfindet.
Weitere wichtige “Steckenpferde”, die die “Lila Sternschnuppe” auch weiterhin forciert, sind das Elterntraining, die Tagespflegegruppe und die Schulkindbetreuung. Neun Kinder unter drei Jahren besuchen derzeit die Tagespflegegruppe und bis zu zehn Kinder nutzen die Betreuung für Schulkinder. “Alles in allem sind wir sehr zufrieden”, resümieren die beiden. Und auch das zwei- bis dreimal im Jahr stattfindende Elterntraining zu Fragen rund ums Kind und das Eltern-Kind-Verhältnis läuft weiter. “Diese Treffen besuchen auch Eltern, die nicht in der sozialpädagogischen Familienbetreuung sind”, betont Daniela Wagner.
Quelle: Medienhaus Bauer
DAX ringt um die 6000er-Marke - Nervosität
September 17th, 2008Die Nervosität um weitere Schieflagen im Finanzsektor bleibt aber. “Der Markt geht durch eine Kneipp-Kur mit Wechselbädern und jetzt landet mit HBOS bereits die nächste Bank auf dem Operationstisch”, so der Experte weiter. Anderen Börsianern zufolge warten Investoren auf die weitere Entwicklung am US-Markt.
Der Leitindex DAX lag am Nachmittag kaum verändert mit minus 0,04 Prozent bei 5.962,55 Zählern. Im Verlauf schwankte der Leitindex aber heftig um die technisch bedeutsame 6.000-Punkte-Marke hin und her. Das bisherige Tagestief lag bei 5.912 und das Hoch bei 6.035 Zählern. Der MDAX verlor 0,06 Prozent auf 7.694,77 Punkte, während der technologielastige TecDAX 0,71 Prozent höher bei 731,31 Punkten stand.
Finanzwerte versammelten sich nach ihrer heftigen Talfahrt der Vortage mit an der DAX-Spitze. Aktien der Commerzbank, die in den vergangenen beiden Handelstagen zeitweise mehr als 22 Prozent verloren hatten, kletterten um 2,00 Prozent auf 14,25 Euro nach oben, Postbank-Papiere verteuerten sich um 0,93 Prozent auf 36,89 Euro und Deutsche Börse stiegen um 1,57 Prozent auf 59,99 Euro. Die Aktien notierten aber deutlich tiefer als noch zu Handelsbeginn.
Bei den Versicherern legten Münchener Rück um 1,10 Prozent auf 96,82 Euro zu, anfänglich ebenfalls klar erholte Allianz-Papiere sanken aber wieder um 0,15 Prozent auf 97,91 Euro. Börsianern zufolge ermöglicht neben guten Ergebnissen bei Morgan Stanley die Rettung des schwer angeschlagenen US-Versicherers AIG die Stabilisierung in dem Sektor.
Die US-Notenbank hat der AIG einen Kredit in Höhe von 85 Milliarden Dollar gewährt und übernimmt im Gegenzug für den Kredit 80 Prozent an dem Versicherer. “Die Anleger atmen nach der Rettung von AIG zunächst einmal kräftig durch”, sagte ein Börsianer. Bei einem Crash des Versicherers hätte abgesehen von individuellen Ausfallrisiken eine massive Verschlimmerung der über alle Anlageklassen hinweg zu beobachtenden Verwerfungen gedroht, sagte ein Analyst. Neue Sorgen vor einem Kollaps von HBOS dämpften die Stimmung jedoch bereits wieder.
Favorit im DAX waren aber Volkswagen (VW), die in der Spitze um fast zehn Prozent zulegten und zuletzt mit 7,55 Prozent im Plus bei 243,61 Euro standen. Marktteilnehmer spekulieren über eine Reihe von möglichen Gründen, die Investoren zu Käufen zwingen. Genannt werden dabei insbesondere Eindeckungen von Leerverkäufen, nachdem die inzwischen insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers wohl Vertragspartner von Aktienleihe-Geschäften gewesen sei. Die Kursbewegung ist einem Analysten zufolge jedenfalls “fernab jeglicher fundamentalen Begründung”.
GILDEMEISTER schwankten im MDAX besonders heftig und standen zuletzt mit 3,57 Prozent im Plus bei 13,07 Euro. Equinet hat die Papiere des Werkzeugmaschinenbauers von “Sell” auf “Buy” hochgestuft. Die Auftragslage sei weiter gesund und die Aktie weise einen Abschlag von 20 Prozent zum Wettbewerb auf, hieß es zur Begründung. Börsianer führten darüber hinaus Kaufdruck durch Eindeckungen von Leerverkäufen (Short covering) an.
Im TecDAX standen Aktien der Software AG mit minus 9,20 Prozent auf 45,40 Euro am Indexende. Die WestLB stufte das Papier des Softwareunternehmens von “Add” auf “Hold” ab. Der Optimismus im Sektor basiere eher auf Hoffnungen als auf Beweisen, hieß es. Feste Solarwerte hielten dagegen den TecDAX im Plus. An der Indexspitze gewannen Centrotherm 8,14 Prozent auf 35,75 Euro.
Quelle: dpa
Investition in die Zukunft junger Leute
September 17th, 2008 Ein kleines, aber feines Unterprojekt, das noch zusätzlich für Süd eingeworben werden konnte, ist hingegen in diesem Sommer ausgelaufen: Immerhin 230 000 Euro wurden vom Familienministerium und dem Sozialfonds der EU als „lokales Kapital für soziale Zwecke“ in die Südstadt überwiesen. Jetzt war es Zeit, stolze Bilanz des Projektes zu ziehen. Seit 2004 konnten mit den Fördermitteln rund 40 Projekte und Initiativen auf den Weg gebracht werden.
Das Programm investierte in erster Linie in Bildung und Sozialkompetenzen junger Leute, um ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.
Der Jobkompass, das Anti-Konflikt-Training, ein Mädchen-Tanzprojekt, Endspurt Schulabschluss, Qualifizierung junger Migranten, Abenteuer Beruf waren nur einige der Kurse und Projekte aus einem breit gefächerten Angebot, zu dem auch ein Ausbildungsführer, ein internationales Frauen-Café und sogar ein Musical-Projekt von „VJ Style“ und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule gehörten.
Der größte Erfolg des „lokalen Kapitals“: Es funktionierte als Ideenwerkstatt. Viele Projekte, die hier angestoßen wurden, existieren auch nach dem Ende des Förderprogramms weiter.
Vor allem aber war das Programm eine Investition in die Persönlichkeitsentwicklung junger Leute – ein wichtiger Schritt auf dem Weg auf den ersten Arbeitsmarkt. Auch wenn sich die Erfolge schwer messen lassen und die Früchte der Arbeit erst in Jahren sichtbar werden.
Die Bilanz des vierjährigen Förderprogramms ist jetzt in einer Broschüre nachzulesen, die im Projektbüro Süd ab sofort abholbereit liegt.
Unter dem Titel „Süd setzt ein Zeichen“ werden an einem Aktionstag am 30. Oktober ab 17.30 Uhr im Bürgerhaus Süd Projekte aus dem Programm „Lokales Kapital“ präsentiert, in Ausstellungen, an Infoständen und auf der Bühne (darunter das VJ Style-Musical).
Für Andrea Staubermann vom Projektbüro Süd soll dieser Tag nicht nur Rückschau, sondern auch ein neuer Starttag sein: „Wir hoffen, dass wir bei dieser Gelegenheit viele neue Akteure für die ‘soziale Stadt‘ gewinnen können.“
Verletzte bei Brand im Ärmelkanal-Tunnel
September 12th, 2008
Bei einem Brand im Tunnel unter dem Ärmelkanal sind 14 Menschen verletzt worden.
Der Eurotunnel musste komplett gesperrt werden, nachdem ein Feuer in einem Güterzug ausgebrochen war. Nach Angaben der Betreiberfirma wurden insgesamt 32 Menschen aus dem Zug in Sicherheit gebracht. Die Unterseeverbindung zwischen England und Frankreich bleibt bis Freitag in beide Richtungen geschlossen. Der Brand brach in einem Lastwagen aus, der von einem Zug durch den Tunnel transportiert wurde. Am Abend war das Feuer unter Kontrolle.
Der Feueralarm sei gegen 15.55 Uhr (MESZ) ausgelöst worden, teilte eine Sprecherin von Eurotunnel mit. Nach Angaben der französischen Behörden waren die überhitzten Bremsen eines Lastwagens in Brand geraten. Sechs Menschen erlitten demnach eine leichte Rauchvergiftung, acht weitere wurden teilweise durch zersplitterndes Glas leicht verletzt. Insgesamt seien 32 Menschen aus dem Güterzug in den anliegenden Wartungstunnel gebracht worden, die meisten von ihnen Lastwagenfahrer. Von Frankreich aus machte sich ein Zug auf den Weg zur Unglücksstelle, um die Menschen abzuholen.
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Die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie sprach nach einem Besuch am französischen Ausgang des Tunnels von einer Explosion, mit der der Brand begonnen habe. “Es scheint, dass es sich um einen Unfall handelt”, sagte sie.
Genaueres sollten nun Untersuchungen im Tunnel ergeben. Sie bestätigte Berichte, nach denen sich auch ein Lastwagen mit der giftigen Chemikalie Phenol auf dem Zug befand. Dieser Laster sei aber nicht vom Feuer betroffen. Die Feuerwehr habe das Fahrzeug isoliert, damit es nicht in Brand gerate.
Dennoch verursachte der Brand nach Angaben von Alliot-Marie große Schäden im Tunnel. Das Feuer habe Temperaturen von bis zu 1000 Grad erreicht, sagte sie unter Berufung auf die Feuerwehr. Dennoch könnten die Züge bald wieder fahren, da sie an der Unglücksstelle auf ein anderes Gleis ausweichen könnten.
Nach Angaben der britischen Polizei war der betroffene Zug auf dem Weg nach Frankreich und rund elf Kilometer von Calais entfernt, als der Brand ausbrach. Insgesamt seien zum Zeitpunkt des Unglücks fünf Züge unterwegs gewesen, teilte Eurotunnel mit. Sie sollten in die Ausgangs-Bahnhöfe zurückfahren. Insgesamt seien davon 2000 Fahrgäste betroffen.
15 Prozent weniger Bewerber
September 3rd, 2008Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätze liegt hingegen um knapp drei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Trotzdem sind bei der Berufsberatung noch 1286 junge Menschen gemeldet, die für sofort eine Lehrstelle suchen. Auf der anderen Seite gibt es 293 Ausbildungsplätze in der Wirtschaft, die noch unbesetzt sind.
Obwohl die Einstellungstermine 1. August und 1. September bereits verstrichen sind, ist auf dem regionalen Ausbildungsmarkt viel Bewegung. Wie Agenturgeschäftsführer Dr. Reinhard Langer berichtete, sind im August von den Betrieben noch zahlreiche Ausbildungsplätze gemeldet worden. Die Behörde geht ferner davon aus, dass in der Probezeit etliche Ausbildungsverträge wieder aufgelöst werden. Allerdings sind im vergangenen Monat auch noch über 300 Schulabgänger neu auf die Berufsberatung zugekommen. Freie Stellen, so Langer, gebe es besonders im Gastronomie- und Verkaufsbereich.
Die Gewerkschaft zeigt sich entsetzt über die hohe Zahl der Filialen, die geschlossen werden sollen. Sie fodert den Insolvenzverwalter Horst Piepenburg auf, den Betriebsräten unverzüglich die Details des Sanierungsplans zu übergeben, damit diese wirtschaftlich überprüft werden können. Außerdem müsse das Zukunftskonzept auf Tragfähigkeit überprüft werden.
RECKLINGHAUSEN.
SUDERWICH. (the) Vor einem Jahr hatte die “Lila Sternschnuppe” Kurs auf Suderwich genommen. Monika Wagner-van der Straten und Daniela Wagner arbeiten im Pädagogischen Zentrum der Diakonie Im Bogen. Beim Blick zurück zieht das Duo durchweg positive Bilanz. -