Fusionspläne liegen auf Eis

November 4th, 2007

Von Jürgen Schumann und Alexander Spiess SÜD/SUDERWICH.

Die angedachte Fusion der Reisevereinigungen (RV) Süd und Suderwich (RZ berichtete) ist vom Tisch. “Frühestens 2009 kommt es zum Zusammenschluss”, erklärte der neue Vorsitzende der RV Süd, Thorsten Weber (kl. Foto), gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

Vorbehalte gegen eine Fusion mit der RV Suderwich gibt es vor allem in den Reihen der Süder Taubenzüchter. Thorsten Weber: “Einige Züchter fürchten den Verlust der Eigenständigkeit.” Auf lange Sicht führe an einem Zusammenschluss beider Vereinigungen jedoch kaum ein Weg vorbei.

Die Zahlen sprechen für sich: Die RV Süd ist von einst mehr als 600 Züchtern in ihrer Blütezeit auf heute 30 reisende Schläge geschrumpft. 33 Züchter wetteifern bei der RV Suderwich noch um die Titel.

Seit einem Jahr bilden beide Reisevereinigungen gemeinsam mit den Nachbarn aus Oer-Erkenschwick bereits eine Fluggemeinschaft, schicken ihre Tauben also gemeinsam. Die Süder nutzen zudem die Räume der RV Suderwich am Ickerottweg.

“Die Zusammenarbeit klappt super”, lobte gestern der Suderwicher Vorsitzende Günter Schlüter. Allein schon aus Kostengründen mache eine Fusion Sinn. Allerdings müssten sich die Süder nicht, wie manche Züchter fürchten, in den Suderwicher Züchtertreff einkaufen. Schlüter stellte klar: “Wir Suderwicher sind bereit. Das Signal dazu muss jetzt allerdings aus Süd kommen.”

Auf den zeitgleichen Herbstversamlungen beider Vereinigungen am Allerheiligentag war die hinter vorgehaltener Hand prophezeite Fusion überraschender Weise kein Thema. Die Süder wählten mit Thorsten Weber einen neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende Thomas Kirchhoff stellte sich nicht mehr zur Wahl. Das Amt des 2. Vorsitzenden bekleidet künftig Dieter Wegner, dessen Ehefrau Siegrid als Geschäftsführerin und Kassiererin fungiert. Die Führungsmannschaft ergänzen Heinz Feldema, Siegfried Kuhn sowie Willi Reckmann als Beisitzer.

Bei den Alttouren, die am 4. Mai ab Langenselbold (215 Kilometer) beginnen, stehen 13 Preisflüge an. Den absoluten Höhepunkt bildet ein solcher am 27. Juli mit dem Auflassort Marchtrenk (610 km) in Österreich. Die Jungreise beginnt am 3. August in Kalteiche (123 km) und endet am 7. September ab Würzburg (296 km).

Die RV Suderwich kam bei ihrer Versammlung überein, am 2. Dezember einen Festabend im “Züchtertreff” abzuhalten. Dann wird Vorsitzender Günter Schlüter die erfolgreichsten Schläge ehren.

Ob eines Tages die Süder und Suderwicher Züchter unter einem Dach gemeinsame Ehrungen abhalten? Günter Schlüter ist hoffnungsvoll: “Wir wollen alle doch nur eines: Tauben schicken.”

04.11.2007 | Quelle: Medienhaus Bauer

Elisabeth-Krankenhaus informiert über Diabetes

Oktober 6th, 2007

Recklinghausen - Welche Gefahr von Diabetes auf den Fuß ausgeht, ist Thema eines hochrangig besetzten, kostenlosen Symposiums für interessierte Bürger, dass das Elisabeth-Krankenhaus am Mittwoch, 10. Oktober (17 bis 20 Uhr) im Bürgerhaus Süd veranstaltet.

Eine Sockenfalte im Schuh, für Diabetiker mit geschädigten Nerven können kleine Dinge eine große Wirkung haben. Druckstellen, die Diabetiker mit fehlenden Schmerzempfinden im Fuß nicht bemerken, können einen Teufelskreis in Gang setzten, weiß Dr. Thomas Günnewig, Chefarzt der neurologischen und geriatrischen Abteilung am Süder Krankenhaus. „Der Diabetiker mit Nervenschäden merkt die Falte nicht, obwohl er sein Fuß bildhaft gesprochen wie ein rohes Ei behandeln müsste.“ Aus der Druckstelle werde eine schlecht heilende Wunde. „Ein Einfallstor für Infekte“, so Günnewig. Schlimmsten Falls drohen Amputationen. Fast jeder sechste der etwa sieben Millionen Diabetiker in Deutschland leidet unter dem Problem des diabetischen Fußes. Hervorgerufen durch Durchblutungsstörungen und Nervenschäden.
Beim vierten Symposium des Elisabeth-Krankenhauses für alle interessierten Bürger wollen vier Süder Chefärzte Aufklärungsarbeit leisten. „Symposium Diabetes“, Schwerpunkt diabetischer Fuß, des Elisabeth-Krankenhauses am Mittwoch, 10. Oktober, 17 bis 20 Uhr, im Bürgerhaus Süd, Eintritt frei

Bundesrat verabschiedet Urheberrechtsnovelle

September 23rd, 2007

Förderung des deutschen Films

Heute hat der Bundesrat dem Gesetzentwurf zum zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle zugestimmt. Damit werden Rechte der Verwerter weiter gestärkt, die der Urheber und die legale Privatkopie weiter eingeschränkt. Die Novelle könnte zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.
Im Sommer hatte der Bundestag den umstrittenen Gesetzentwurf zur Urheberrechtsnovelle (”zweiter Korb”) verabschiedet. Wie erwartet, hat der Bundesrat heute ebenfalls seine Zustimmung zum Gesetzentwurf gegeben. Sollte der Bundespräsident seine Unterschrift nicht verweigern, wird das “Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft” zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Laut Bundesjustizministerium bringt das Gesetz “die Interessen der Urheber an der Wahrung und Verwertung ihres geistigen Eigentums und die Belange der Geräteindustrie, der Verbraucher und der Wissenschaft an der Nutzung der Werke in einen angemessenen Ausgleich”.

Was das bedeutet, erläutert das BMJ in einer Pressemitteilung. So bleibt zwar die Privatkopie grundsätzlich “erlaubt”, wenn nicht Kopierschutzverfahren und DRM dem entgegenstehen. Dazu das Justizministerium: “Das ist durch EU-Recht zwingend vorgegeben.” Diesem Argument hatten Fachleute allerdings schon bei der Verabschiedung des ersten Korbes widersprochen. Das EU-Recht hätte es schon der rot-grünen Bundesregierung durchaus erlaubt, zur Durchsetzung der Privatkopie die Umgehung von Kopierschutzverfahren zu gestatten. Aber auf Druck der Medienindustrie hat sich die Regierung seinerzeit dagegen entschieden.

Mit dem zweiten Korb werden darüber hinaus Privatkopien aus P2P-Tauschbörsen “wenn für den Nutzer einer Peer-to-Peer-Tauschbörse offensichtlich ist, dass es sich bei dem angebotenen Film oder Musikstück um ein rechtswidriges Angebot im Internet handelt” verboten. Unterm Strich wird die Privatkopie also weiter eingeschränkt.

Auch für manche Urheber bringt die Novelle eine deutliche Schlechterstellung. Bisher galt für Urheber, dass sie auf die Rechte aus “unbekannten Nutzungsarten” nicht vorab verzichten können: “Wollte der Verwerter das Werk auf diese neue Art nutzen, musste er mit viel Aufwand nach Urhebern oder ihren Erben suchen und sich mit ihnen über die Verwertung einigen.” Das ändert sich mit dem neuen Gesetz: “Nach dem Gesetzentwurf soll der Urheber über seine Rechte auch für die Zukunft vertraglich verfügen können.” In so genannten Total-buy-out-Verträgen dürfen sich Verwerter ab 2008 also noch mehr Rechte von den Urhebern überschreiben lassen als bisher. Das BMJ geht davon aus, dass ein Urheber dafür “eine gesonderte, angemessene Vergütung [erhält], wenn sein Werk in einer neuen Nutzungsart verwertet wird”. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen allerdings, dass das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Rechteverwertern und Urhebern die gerechte Entlohnung der Urheber verhindert.

Besonders schlecht kommen Filmschaffende mit der Urheberrechtsnovelle weg. Das Gesetz stärkt die Rolle der Filmproduzenten noch weiter. Ihm kommen in Zukunft “im Zweifel” die Rechte an allen bekannten und unbekannten Nutzungsarten zu. “Im Gegensatz zu anderen Medien haben die Urheber hier aber kein Widerrufsrecht. Das gibt den Produzenten ausreichende Sicherheit beim Erwerb der Rechte und gewährleistet, dass der deutsche Film künftig auch international präsent bleibt”, so das BMJ.

Quelle: Golem vom 23.09.2007

Wirtz-Druck erhält Innovations-Preis

September 21st, 2007

Datteln - Das Unternehmen Wirtz-Druck ist in Frankfurt mit dem Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie in Bronze ausgezeichnet worden. Einen Tag, nachdem bekannt wurde, dass Wirtz notgedrungen Pläne schmiedet, Datteln zu verlassen.

Die Berichterstattung in der Dattelner Morgenpost über die drohende Abwanderung der erfolgreichen Firma, die expandieren möchte, der Datteln aber kein Grundstück zur Verfügung stellen kann, nahm der Stadtrat am Mittwoch zum Anlass, die bisherige Wirtschafts-Förderungspolitik der Stadt zu kritisieren. Bürgermeister Wolfgang Werner müsse dafür sorgen, dass schnell neue Gewerbegebiete entstehen - so die Forderung des Rats.

Wirtz braucht mehr Platz. 10 000 Quadratmeter. Das Unternehmen will wachsen – und weitere Arbeitsplätze schaffen. Notfalls außerhalb von Datteln.

Bei Wirtz wird jetzt trotzdem der Innovations-Preis gefeiert. Zum ersten Mal hatte sich Wirtz mit einem seiner kreaitiven Mailing-Produkte bei einem Wettbewerb angemeldet – und gleich Bronze geholt. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, freuen sich die Wirtz-Geschäftsführer Jürgen und Vinzenz Schmidt und ihre 40 Mitarbeiter.

VV Suderwich bittet zum Protest-Schnatgang

September 20th, 2007

Recklinghausen - Die Experten konnten die Bedenken nicht zerstreuen: Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VV) Suderwich-Essel lehnt den Bau eines unterirdischen Kanals nebst vier Abluftkaminen in der Brandheide weiter ab.

Ihren Protest formulieren die Mitglieder am Sonntag, 23. September, beim Schnatgang.
Den führt der VV Suderwich alle Jahre wieder gemeinsam mit dem VV Ost durch. Aus aktuellem Anlass wurde die Route geändert. Treffen ist um 10 Uhr an der Anne-Frank-Schule, Henrichenburger Straße 186. Von dort aus geht es rund 4,5 Kilometer durch die Brandheide. Dann will Vorsitzender Horst Huckels zeigen, welche Schäden er durch die Emscher-Renaturierung für das Naherholungsgebiet erwartet. Die Behörden sehen das freilich anders. Wie, wurde jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erläutert. Die vom VV geforderte Verlegung der Kanaltrasse lehnen die Fachleute ab. Die Brandheide würde auf Dauer sogar vom ökologischen Gewässerumbau profitieren. Weder Gestank noch eine Gefahr durch Keime sei durch die Abluftkamine zu befürchten, weshalb auch die vom VV angeregte Biofilteranlage keinen Sinn mache. Einzig beim befürchteten Baustellenverkehr gingen die Verantwortlichen auf die Kritik ein. Der soll während des Umbaus durch gezielte Absprachen minimiert werden.

Gebührenreform - Länder diskutieren neue Fernseh-Steuern

September 19th, 2007

Die bisherige Geräte-Abgabe über die GEZ ist umstritten. Vertreter der Bundesländer erwägen stattdessen eine Kopfpauschale oder Umlagen über Steuern. Auch eine Haushalts-Abgabe steht zur Debatte. Billiger als bisher soll es jedenfalls nicht werden.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” bereits im Oktober 2007 über die Reform der Rundfunkgebühren entscheiden. Statt der Geräte-Gebühren, die bisher die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) einsammelt, stehen laut dem Bericht vier alternative Modelle zur Diskussion.

Das Blatt bezieht sich auf ein Papier der Arbeitsgruppe Zukunft der Rundfunkgebühr, in der Vertreter der Länder und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beraten. Demnach ist steht unter anderem eine Kopfpauschale je Einwohner über 18 Jahre zur Debatte. Laut der “Bild am Sonntag” schlagen Experten zwischen neun und elf Euro monatlich vor.

Bisher zahlt ein bei der GEZ gemeldeter privater Haushalt mit Fernseher monatlich 17,03 Euro. Mit der neuen Kopfpauschale müsste ein Ehepaar künftig 18 bis 22 Euro ausgeben, wie die Zeitung berichtete. Demnach bestehen bei dieser Pauschale Bedenken: Der im Diskussionspapier vorgeschlagene “automatisierte Datenabgleich der Einwohnermeldeämter mit der Gebühreneinzugszentrale” sei “ein Horror für jeden Datenschützer”, heißt es in dem Bericht.

Die Länder diskutieren derzeit auch zwei Arten der Steuererhöhung zugunsten der Finanzierung ARD, ZDF und Deutschlandradio. Einerseits könnten Gemeinschaftssteuern wie die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) angehoben werden. Eine Variante sei die “Erhöhung aller derzeit bestehenden acht Ländersteuern”, zitiert “Bild am Sonntag” aus dem Papier der AG Zukunft der Rundfunkgebühr. Dazu zählen die Vermögenssteuer oder die Biersteuer.

Viertens erwägen Medienpolitiker, eine Haushalts-Abgabe einzuführen. Bei dieser Abgabe sei nicht entscheidend, wie viele Personen in einer Wohnung leben und wie viele Geräte die Familie habe, schreibt die Zeitung. Es gibt außerdem Befürworter einer Gebührenreform auf Basis des bisherigen GEZ-Einzugs: Sie wollen nur noch eine einheitliche Gebühr statt der bisherigen Unterscheidung in Radio- und Fernsehgebühren sowie Gebühren für internetfähige Computer

“Eine einfache Lösung gibt es nicht”, zitierte die Zeitung den Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder-Regierungschefs, Kurt Beck. Der SPD-Chef fordert, dass mit einer neuen Gebühr oder Steuer auf jeden Fall 7,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Sender eingenommen werden – also mindestens so viel wie bisher.

2009 droht der Gebühren-Schub

Brüssel zwingt ARD und ZDF zu mehr Transparenz


Schönheits-Kur für das Rathaus

September 17th, 2007

Recklinghausen - 2008 wird das Rathaus 100 Jahre alt und zum Geburtstag soll es ein besonderes „Geschenk“ für die Bürger geben: Durch Verschönerungsarbeiten und Überplanungen des Umfeldes sollen Rathaus und Rathausplatz noch erheblich attraktiver werden.


Das Karee zwischen Stadthaus A und C soll familienfreundlicher gestaltet werden. Foto: Nowaczyk

Im kommenden Jahr wird das Rathaus 100 Jahre alt und zum Geburtstag soll es ein besonderes „Geschenk“ für die Bürger geben: Durch Verschönerungsarbeiten und Überplanungen des Umfeldes sollen das Rathaus und der Rathausplatz, der ohnehin schon ein großer Anziehungspunkt in der Stadt ist, noch erheblich attraktiver werden.
Nach Plänen der Mehrheits-Allianz aus CDU, FDP und WIR, die heute im Stadtentwicklungsausschuss im Detail vorgestellt werden, soll die Rathaus-Offensive noch 2007 beginnen, damit sich das Haus pünktlich zum Geburtstag in neuem Glanz zeigt.
„Dass die Bürger den Rathausplatz besonders schätzen, hat man an der Magnetwirkung der verschiedensten Events gemerkt, die hier mit Tausenden von Menschen über die Bühne gingen. Man denke an das Gourmet-Fest ‘Zu Gast‘, die Kart-Rennen, die Public Viewings bei der Fußball-WM und verschiedene Partys und Festivals. Die Atmosphäre hier hat etwas ganz Besonderes. Da lohnt es sich, zu investieren“, sagt Bürgermeister Wolfgang Pantförder. „Viele Nachbarstädte beneiden uns um dieses wunderschöne Rathaus im Herzen der Stadt“, pflichtet auch CDU-Ratsherr Heinz Stöcker bei. Es gilt also, mit einem „Pfund zu wuchern“. In vier Teilschritten sollen das Rathaus und sein Umfeld schöner werden.
Zunächst wird die Westfassade des Hauses „aufgemöbelt“ und der Platz davor einladender gestaltet (unter anderem verschwinden die Auto-Stellplätze). Danach wird der Innenhof des Rathauses für die Bürger geöffnet. Das Schmuckstück dient derzeit in erster Linie als Mülltonnen-Parkplatz. Städtische Empfänge und gastronomische Ereignisse könnten an diesem stimmungsvollen Schauplatz stattfinden.
Ein ganz neues Gesicht soll auch das Karee zwischen Stadthaus A und C bekommen. Die Gestaltung wird besonders familienfreundlich ausfallen und vor dem neuen Familienbüro, das in Kürze öffnet, einige Spielgeräte bieten. Ein ganz neuer Spielplatz wird einen Steinwurf entfernt direkt hinter dem Rathaus am Eingang zum Erlbruchpark entstehen. Er löst die alte, in die hinterste Ecke hinter die Parkplätze verbannte Spielfläche im Erlbruch ab. Ins Zentrum gerückt und mit behindertengerechten Spielgeräten versehen, wird das Areal für Familien in der City eine attraktive Anlaufstelle.
Zu guter letzt erhält der Dr.-Helene-Kuhlmann-Park eine bessere Infrastruktur, besonders im Hinblick auf den Wochenmarkt. Die wassergebundene Decke verschwindet größtenteils und erhält eine Pflasterung, eine flächendeckende Stromversorgung wird gelegt.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung 

HotSpotRuhr - WLAN für das Ruhrgebiet

September 17th, 2007

Fon verteilt Router, um den größten Hot-Spot Europas zu errichten

Bis 2010 soll das Ruhrgebiet zum größten WLAN-Hot-Spot Europas werden. Dazu arbeiten der Verein pro Ruhrgebiet, die Ruhr.2010 GmbH und die Wirtschaftsförderung metropoleruhr mit dem WLAN-Anbieter Fon zusammen, der 1.000 Router spendet.
Die Router sollen an Städte und Gemeinden, Gaststätten und Restaurants, Unternehmen und andere Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr sowie Privatleute verteilt werden, die über diese dann Fon-Hot-Spots anbieten. So soll eine möglichst flächendeckende WLAN-Versorgung aufgebaut werden.

Der “HotSpotRuhr” wird auch im Hinblick auf das Kulturhauptstadt-Jahr 2010 eingerichtet, soll aber kein “Closed Shop” sein. Vielmehr sollen weitere Firmen mit innovativen Angeboten im Bereich der drahtlosen Kommunikation ermutigt werden, sich zu beteiligen, heißt es in der Ankündigung.

Zunächst einmal wird aber Fon seine La Fonera getauften Router verteilen. Der Router wird mit dem Internetanschluss verbunden und stellt zwei drahtlose Netzwerke zur Verfügung - eines für den Betreiber und eines für die Gäste. Außerdem werden die Betreiber Mitglieder der Fon-Community und können überall in der Welt kostenlos Fon-Hotspots nutzen. Sie stellen ihrerseits anderen Community-Mitgliedern ihren Router kostenlos zur Verfügung. Wer nicht Mitglied der Fon-Community ist, zahlt für den Internetzugang über Fon 3,- Euro pro Tag.

Quelle: www golem.de

Sechs Monate Haft für “Abmahn-Anwalt”

September 13th, 2007

Schwere Schlappe für Günter Freiherr von Gravenreuth. Ein Berliner Gericht verurteilte den für seine Abmahnungen bekannten Münchener Anwalt zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung - die Blogger-Szene jubelt.

Wegen versuchten Betrugs soll Günter Freiherr von Gravenreuth für sechs Monate hinter Gitter wandern. So lautet das Urteil vom Berliner Amtsgericht-Tiergarten. Dem Urteil war ein längerer Streit zwischen dem Anwalt und der Berliner “tageszeitung” (taz) vorausgegangen.

Auslöser war eine sogenannte Bestätigungs-E-Mail, die der Anwalt im Frühjahr 2006 erhalten hatte. Das elektronische Schreiben forderte ihn auf, seine Anforderung des E-Mail-Newsletters der “taz” zu bestätigen. Solche E-Mails werden regelmäßig von Newsletter-Versendern genutzt, um die Identität des Bestellenden zu verifizieren.

Mit der Begründung, er habe diese Bestätigungs-E-Mail unbestellt zugeschickt bekommen, erwirkte der Anwalt beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung gegen die Zeitung. Die Kosten des Verfahrens sollte die “taz” tragen. Die fälligen 663,71 Euro haben die Berliner nach eigenen Angaben fristgemäß überwiesen.

Die Kanzlei wurde durchsucht

Im Dezember 2006 berichtete die Zeitung jedoch, von Gravenreuth habe den Zahlungseingang zwar bestätigt, aber angegeben, er könne ihn keinem Gerichtsbeschluss zuordnen. Gravenreuth selbst sagt, die “taz” habe den Verwendungszweck der Überweisung unklar angegeben. Er habe das Geld deshalb anderen noch offenen Forderungen zugeschrieben. Zudem soll der Anwalt einen Pfändungsbeschluss für die Domain taz.de erwirkt und auf seiner Homepage für die Versteigerung der “taz”-Domain geworben haben.

Die Zeitung ließ ihren Anwalt daraufhin Strafanzeige wegen versuchten Betrugs gegen von Gravenreuth erstatten. Der Vorwurf: Dem Vollstreckungsgericht gegenüber habe von Gravenreuth nicht die Wahrheit gesagt, als er sagte, die Zeitung sei ihrer Zahlungsverpflichtung ihm gegenüber nicht nachgekommen.

Im Rahmen des Verfahrens soll auch die Münchener Kanzlei des Anwalts durchsucht worden sein. Dabei, so die “taz”, sei unter anderem ein Fax der Zeitung aufgetaucht, dessen Erhalt von Gravenreuth bis dahin bestritten hatte. Der Berliner Richterin gegenüber verteidigte von Gravenreuth sich mit der Aussage, das Chaos in seinem Büro hätte ihn das Fax übersehen lassen. Die Annahme, ihm stünden noch Zahlungen seitens der “taz” zu, begründete er mit mangelnder Rechtskenntnis.

“Die Allgemeinheit muss vor Ihnen geschützt werden”

Dieser Aussage mochte die Richterin aber offenbar nicht glauben. Laut einem Bericht der “taz” soll sie die Befürchtung geäußert haben, dass sich der Angeklagte auch zukünftig nicht an die Rechtsordnung halten werde. Zudem soll sie gesagt haben: “Die Allgemeinheit muss vor Ihnen geschützt werden.”

Entsprechend fiel ihr Urteil aus. Statt einer Geldstrafe verhängte sie eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung. Bereits im Jahr 2000 war von Gravenreuth wegen Urkundenfälschung in 60 Fällen verurteilt worden.

In der Blogger-Szene, die sich durch den sogenannten “Abmahn-Anwalt” seit Jahren bedroht fühlte, wurde das Urteil mit erheblicher Schadenfreude aufgenommen. Binnen weniger Stunden wurden von der Blog-Suchmaschine Technorati mehr als hundert Einträge dazu verzeichnet. Die meisten davon sparen nicht mit Schadenfreude und Häme.

Noch ist das Urteil allerdings nicht rechtskräftig. Für den Verurteilten besteht noch die Möglichkeit, in Berufung zu gehen. Zudem, so von Gravenreuth, sei die Klage in der Hauptsache in diesem Verfahren gegen die “taz” noch anhängig. Einen Termin beim Kammergericht gebe es aber erst im August 2008.

Sicherheit für den Computer

September 4th, 2007

In den letzen Jahren wurde die Sicherheit immer wichtiger.

Nur wer grundsätzliche Sicherheitsprobleme beim Umgang mit dem Computer erkennt, kann sie minimieren.

Wer im Internet surft, setzt seinen Computer mitsamt der Daten Gefahren aus – wenn er diese nicht schützt.

Mit unseren Sicherheitstipp wollen wir Ihnen helfen Sicherheitsprobleme zu erkennen und auszuschalten.

  1. Probleme der Computersicherheit: Spione und gläserne Menschen
  2. Cookies & Co.: Spuren im Netz hinterlassen
  3. Firewalls: den eigenen Computer abschotten
  4. Einsatz von Passwörtern: kein Zugriff auf den Computer
  5. Gute Passwörter: Besser als 08/15